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Berlin Adler News vom 06.01.2009

Rückblick Saison 2008 Teil 2
Von: Kjell Burmeister

Während die Pre-Season das Football-Herz nur schwer erfreuen kann, denn wo kein Football, da keine Freude, ging es im April endlich mit der regulären GFL-Saison los. Hier ist unser Rückblick.

Am 19. April stolperten Adler zum Sieg: Ein mageres (und das ist schon so freundlich ausgedrückt, wie es im Web möglich ist) wenn nicht sogar dürftiges 3:0 holten die Adler in der ersten GFL-Begegnung der Saison. Da hatten wohl alle Beteiligten mehr erwartet. Unter einem schier nicht enden wollenden Dauerregen hielt die Defensive der Adler den Gegner im Schach und Hall auf der anderen Seite seine Offensive. Die Pässe wollten einfach nicht in die Arme seiner Receiver. Björn Dreier erzielte zwar wichtige Yards, für einen Touchdown reichte es trotzdem nicht. Kicker Schneider konnte immerhin eine Chance nutzen und punkten. Das hatte am Ende gereicht. Der Start in die Saison ist sprichwörtlich ins Wasser gefallen.

Nur eine Woche später stand eine weite Reise nach Marburg an. Die Devise für dieses Spiel war klar: Gewinnen und das eindeutig. Mit 18:0 gewann das Team seine zweite Begegnung und die Defensive der Adler setzte ein weiteres Mal ihre Marke als Bollwerk und ständige Herausforderung für den gegnerischen Angriff. K. Michel, T.Friedrich und M. Belton machten die Punkte. Die Intensität zum Saison-Start sollte nicht abreißen. Bereits eine Woche später kamen die Blue Devils ins Berliner Jahn-Stadion zum gemütlichen Football-Stell-Dich-Ein.

1.400 Zuschauer konnten bei Sommer, Sonne, Sonnenschein beste Footballunterhaltung genießen. B. Hall selbst rannte 60 Yards über das Feld und beschenkte sich mit seinen ersten Punkten. Der Ausgleich der Devils hielt J. Schmuck nicht davon ab, nach einem kurzen Pass in die Endzone zu gehen - 14:7. Erneut konnte die Defensive zeigen, was in ihr steckt. Die Herren Verteidigung haben allesamt kräftig gefrühstückt und fingen drei Pässe vom Devils-QB ab. C. Dish konnte einen der Pässe zum 21:7 retournieren. T. Schwambach sorgte mit einem 23 Yards Fieldgoal für den Endstand.

Nur zwei Wochen später kamen die Dresden Monarchs nach Berlin. Dresden konnte in dieser Saison auf ein schlagkräftiges Team aus Coaches und Spielern zurückgreifen und wollte die Saison 2007 vergessen machen. Und so kam es auch. Bereits im ersten Viertel fielen Punkte für die Sachsen. In der zweiten Halbzeit konnten T. Emsländer und T. Schwambach ausgleichen doch der Halbzeit-GAU trat trotzdem ein: mit einem 7:14 Rückstand ging es in die Kabinen. In der zweiten Runde brachte der Mai nichts Neues. Es dominierten die Abwehrreihen. dresden-monarchs.de titelte: Monarchs gewinnen beim Tabellenführer. Stimmt.

Und die Spielintensität nahm kein Ende. Es ging nach Braunschweig. 5.500 Zuschauer sahen eine starke Leistung. Die Offensive beider Teams brachte in der ersten Halbzeit keine Punkte aufs Scoreboard, so dass die Special Teams in Form des Kicking-Teams für Bewegung sorgen mussten. T. Schwambach für die Adler und S. Dölger punkteten zum 3:3 Halbzeitstand. Zwei Fehler der Offensiv Reihen führten schließlich zu den nächsten Punkten, die jeweils mit einem erfolgreichen PAT zum 10:10 führten. Neun Sekunden vor Schluss wäre sogar ein Field Goal zum Sieg möglich gewesen. Die Lions-Defensive war jedoch wachsam und blockte erfolgreich.

Erfolgreich war das nächste Spiel in Kiel ebenfalls. In einer als Abwehrschlacht bezeichneten Begegnung gewannen die Adler knapp mit 9:7 Punkten. Es war mal wieder die Defensive der Adler, die die Wirbelwinde in ein laues Lüftchen verwandelte. Für die Kieler Offensive gab es keine Punkte. Ein Kick-Off-Return-Touchdown von B. Langston samt PAT brachte die Punkte. Anfangs tönte Defense End Rieck noch, dass die Kieler einfach das bessere Team seien und die Niederlage gegen Lions war lediglich ein "kleiner Patzer", aber wir alle müssen unsere Lektionen lernen. Eine alte Football-Weisheit besagt, dass die Offensive zwar Herzen gewinnt, die Defensive jedoch die Spiele. Und so war es auch: C. Dish und M. Nowak verhinderten Schlimmeres. Im vierten Viertel fing K. Michel einen Pass von Rainbow und marschierte über das gesamte Feld in die Kieler Endzone. In den letzten 90 Sekunden flogen die Pässe durch die Nordluft, scheiterten aber im vierten Versuch. Ein knapper Sieg ist ein trotzdem ein Sieg. Dieses Mal war er für die Adler.

Ein anderes Mal war es Sieg für die Mercenaries. 22:29 hieß es am Ende einer spannenden und punktereichen Begegnung für die Hessen. S. Cooper flitzte über den Rasen und konnte seine Laufleistung schließlich mit dem ersten Touchdown krönen. Die Two-Point-Conversion klappte ebenfalls. S. Judis und T. Schwambach konnten noch im ersten Viertel für den Anschluss sorgen - 7:8. Die zweite Halbzeit begann besser aus Sicht der Adler S. Judis verwandelte den Touchdown und zwei weitere Punkte erzielte T. Emsländer. Der nicht enden wollende Pass von QB Ullrich auf M. Duft brachte den Ausgleich. Im letzten Viertel musste die Entscheidung her. Erneut brachte ein langer Pass mit Touchdown die Marbuger in Führung. Die Adler schlugen mit R. Csonka zurück und konnten ausgleichen. Fast wäre es ein vierter Versuch geworden, wenn nicht ein unabsichtliches Face Mask zum neuen ersten Versuch geführt hätte. In Erinnerung an die 0:18 Niederlage aus dem Hinspiel bedient Ullrich C. Würz zum Touchdown. Aller Kräftemobilisierung zum trotz konnten keine weiteren Punkte erzielt werden. Marburg gewinnt. Bergfest!