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Kiel Baltic Hurricanes News vom 05.10.2009 Kiel erneut Vizemeister Mit großen Hoffnungen waren die Kieler zum German Bowl XXXI angereist. Der Finalgegner, die Berlin Adler, konnten im letzten Aufeinandertreffen bezwungen werden und die Mannschaft, um Head Coach Kent Anderson, hat sich zum Saisonende noch einmal deutlich steigern können.Pünktlich um 18:40 Uhr hieß es dann Kick-off zu der erwartet harten Finalpartie. Nach kurzem Abtasten beider Mannschaften war klar, dass das Spiel Kräfte zehrend sein würde. Die Canes starteten ungewohnt physisch in das Spiel. Gerade die Offense schien den Gegner nicht mit taktischen Raffinessen sondern mit betont körperlichen Mitteln überwinden zu wollen. Ein Plan der Ende des ersten Viertels aufgehen sollte. Der gut aufgelegte Runningback Back, Simon Sommerfeld, durchbrach erstmalig die Berliner Mauer und sorgte mit einem 40-Yards Touchdown-Run für die Kieler Führung (PAT Dannehl). Ab dem zweiten Viertel wurde die Kieler Defense zunehmend in Bedrängnis gebracht. Quarterback John Grant fand ein ums andere Mal Anspielstationen für seine Pässe und dirigierte die Offense der Berliner in aussichtsreiche Feldposition. Kicker Benjamin Scharweit sorgte zunächst per 36-Yard Fieldgoal zum 3:7 Anschluss, bevor Grant die Berliner Offense erneut über das gesamte Feld dirigierte und mit einem Touchdownpass auf P. Heck die 10:7 Führung für die Adler herstellte. Die Kieler zeigten sich jedoch keines Wegs geschockt. Die Defense der Kieler erhöhte nun den Druck. Kurz vor der Halbzeit wurde das Spiel dann spektakulär. Defensive-Linemen, Alexander Radzko, setzte einen harten Hit gegen Grant, der daraufhin den Ball fumbelte. Christian Mohr war sofort zur Stelle, konnte den Ball erobern und über 36 Yards bis an die Berliner 19-Yard Line returnieren. Doch die Kieler vermochten die exzellente Feldposition nicht auszunutzen und die ersehnte Halbzeitführung herauszuspielen. Quarterback Kyle Callahan setzte zum Pass in die Endzone an, warf den Ball aber anstatt zu seinem Receiver, in die Hände des Berliner Cornerbacks Mario Schmitt. Mit einem 10:7 Rückstand ging es dann in die Halbzeitpause. Auch die zweite Halbzeit begann wieder mit der Dominanz der Verteidigungsreihen. Die Drives beider Mannschaften wurden im Keim erstickt und die Angriffsformationen beider Mannschaften waren nach je 3 Spielzügen zum Punt gezwungen. Die erste taktische Finesse der Kieler führte dann jedoch zum Erfolg. Ein ausgeklügelter Screen-Pass auf Ausnahmeathlet Brandon Langston, konnte dieser quer über das gesamte Feld zum Touchdown verwandeln und so erneut für die Kieler Führung sorgen. Auch wenn Kicker Benjamin Scharweit mit einem sehenswerten 43-Yard Fieldgoal die letzten Punkte des 3. Viertels markierte und für den 13:14 Anschluss der Berliner sorgte, konnten die Kieler nun etwas die Oberhand gewinnen. Gleich im ersten Drive des vierten Viertels gelang es Runningback Simon Sommerfeld erneut die Lücke in der Mauer zu finden und brachte die Canes mit einem weiteren 40-Yards Lauf in aussichtsreiche Feldposition. Diesmal traf auch Quarterback Kyle Callahan seinen Receiver Phillip Heider und sorgte für die 21:13 Führung der Kieler (PAT Dannehl). Hoffnung machte sich, angesichts der 8 Punkte Führung im Lager der Kieler breit. Die Adler konterten jedoch mit einer Kräfte und Zeit raubenden Angriffsserie. Als Runningback David McCants dann völlig unbedrängt zum Touchdown lief, lag der gesamte Druck nun auf der Defense der Kieler. Konnte die so kompakt stehende Defense die 2-point-Conversion zum Ausgleich verhindern? Nein. Die Berliner sollten ebenfalls mit einem raffinierten Spielzug Erfolg haben und so konnte der zweite Runningback der Adler, Oliver Schmeling, per 3-Yards Lauf zum 21:21 ausgleichen. Kiel hat Erfahrung in engen Spielen, hieß es im Vorfeld der Begegnung. Doch irgendwie schien an diesem Finaltag, gegen Ende des Spiels, nichts mehr zusammen zu passen. Die Offense um Quarterback Kyle Callahan machte einen deutlich nervösen Eindruck und konnte kein passendes Mittel gegen die Berliner Verteidigung finden. Mit 45 Sekunden verbleibender Spielzeit stand Kiel dann an der 50-Yard-Line im vierten Versuch mit nur wenigen Zentimetern zu gehen. Ein Titel sollte unbedingt her und so entschied sich die Trainercrew der Canes diesen Versuch auszuspielen. Doch Quarterback Callahan scheiterte beim Laufversuch und musste den Berlinern das Angriffsrecht mit 42 Sekunden verbleibender Spielzeit übergeben. Dann ging alles ganz schnell. Ein Pass von Grant auf Heidary für 39 Yards Raumgewinn und ein 11-Yard Touchdown-Lauf von David McCants machten die Kieler Titelträume zunichte. Berlin gewann am Ende verdient mit 28:21. Von: Gunnar Peter |
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