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Dresden Monarchs News vom 23.03.2009

Widereceiver und Quarterbacks 2009 – Der große Wurf

Er ist der Spielmacher, setzt alle offensiven Vorgaben des Trainerstabes um. Mit ihm gewinnt ein Team, oder es geht kläglich unter. Kaum eine Position spielt eine so zentrale Rolle. Ist er der falsche, besitzt weder Feingefühl noch Bindung zur seinen Kameraden, rückt die Meisterschaft in weite Ferne. Quarterbacks sind Führer, Leitfiguren, der Mittelpunkt der Offensive. Sie müssen motivieren, lenken, kritisieren. Je präsenter sie sind, umso erfolgreicher werden sie agieren. Schier blindes Verständnis muss zwischen ihnen, ihren Runningbacks, Tightends und Widereceivern existieren. Denn Laufrouten, Wurfhärte, Präzision und Timing entscheiden über jeden überbrückten Zentimeter, jeden Yard. Die Pässe fangen, müssen schließlich andere.

Greifen Widereceiver und Tightends daneben, bleiben im Schatten ihrer Bewacher oder stolpern mehr, als das sie laufen, kann selbst der beste Wurf sein Ziel nicht finden. Football ist nun einmal Mannschaftssport und keine Einmannshow. Und doch kommt in jedem Jahr die Frage nach dem neuen, amerikanischen Quarterback zuerst. Auch derzeit diskutieren die Fans der Monarchs, wer noch vor Ersatzquarterback und Etatmäßigen Defenseback Jared Dumm (25 Jahre, 1,90 Meter, 99 Kilogramm) die Bälle verteilen soll. Ein Geheimnis, „das schon in wenigen Tagen gelüftet wird“, so versprach Geschäftsführer Jörg Dressler. Sicher ist schon jetzt, dass Martin Kisza (21, 1,80, 70), hinter Dumm, der Dritte im Quarterbackbunde sein wird. Das junge Talent in der GFL zu etablieren ist der Plan. Denn Ersatz tut im Mittelpunkt der Offensive dringend Not. Ein Problem, dass in Reihen der Widereceiver derzeit nicht zu bestehen scheint. Junge Talente soweit das Auge reicht. Denn gerade die jungen Monarchs-Wilden Radko Zoller (20, 1,80, 80), Sebastian Krech (21, 1,88, 89) sowie Enrico Martini (19, 1,77, 81) spielten sich in der vergangenen Spielzeit mehr und mehr in den Vordergrund. Dazwischen ein alter Hase. Christian Rosenow (1,85, 90) arbeite derzeit auf ein Comeback hin. Monarchs-Headcoach Gary Spielbuehler ist begeistert. „Ich erwarte viel von diesen Jungs. Vor allem erwarte ich aber vollen Einsatz und Leidenschaft.“ Ein Maßgabe, die auch für den Ex-Magdeburger Robert Wein (25, 1,85, 96), Jakob Hentschel (22, 1,87, 80) und Rene Pesth (22, 1,95, 90) gilt. Nicht weniger als 100 Prozent sind in dieser Saison gefragt. Schon jetzt ist das Rennen um die wenigen Stammplätze in vollem Gange. Und wer weiß, welche Überraschungen bis Saisonbeginn noch auf diese talentierte Positionsgruppe warten.