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Winterthur Warriors News vom 12.07.2010 Es hat nicht sollen sein... von Manuel Aeberli Auch im 11. Spiel in Folge blieben die Warriors ohne Sieg. Im Relegationsspiel gegen die Meister aus der NLB, die Basel Meanmachine, mussten sie sich mit 27:32 geschlagen geben. Damit steigen die Warriors nach vielen Jahren in der NLA in die zweithöchste Spielklasse ab.Die ersten Punkte an diesem Sonntag gelangen den Baslern. Nach einem missglückten Snap auf Winterthurer Seite gelangten die Meanmachines in Ballbesitz und zeigten ein höchst effizientes Laufspiel. Es schien, als hätten die Warriors heute gar keine Defensive Line am Start, so einfach durchbrachen die Basler Angreifer die Warriors-Linie. Doch gleich im Gegenzug glichen die Warriors durch einen schönen Lauf von Brandon Moore zum 6:6 aus. Nach vielen Flags gegen beide Teams und der Abgabe des Ballbesitzes durch die Basler an die Winterthurer, erhöhten die Gastgeber auf 12:6 - auch hier konnten keine Extrapunkte erzielt werden, eine Tatsache, die zum Schluss des Spiels ins Gewicht fallen sollten. Kurz vor Ende des zweiten Viertels gelang auch den Baslern ein zweiter Touchdown, so ging man mit 12:12 in die ersehnte Pause. Die deutlich über 30 Grad im Schatten waren mitten auf dem Feld fast unerträglich. Zum Start der zweiten Spielhälfte gelangten die Basler zuerst in Ballbesitz und kämpften sich bis an die 6-Yard-Linie der Warriors vor, wurden aber noch rechtzeitig gestoppt. Im Gegenzug verursachte die Warriors Offense eines der zahlreichen Delay of Games, also eine Spielverzögerung was mit Raumverlust bestraft wird. Im Nachhinein sollten sich die nun folgenden Spielzüge als entscheidend herausstellen: Hippeard entschied sich für einen fast 90-Yard-Lauf quer über das ganze Feld und feierte bereits den nächsten Touchdown, wurde durch die Unparteiischen aber jäh in die Realität zurück geholt. Einer der Schiedsrichter sah ein Foul eines Winterthurer Angreifers, welches den Touchdown von Hippeard neutralisierte. Dadurch wurde man noch weiter vor die eigene Endzone zurückgedrängt und stand enorm unter Druck. Weshalb der Ball plötzlich frei in der Endzone der Warriors lag und keiner der Warriors den Ball sichern konnte oder wollte, sondern ein Basler sich darauf werfen konnte, wird man wahrscheinlich nie erfahren. Auf jeden Fall wäre ein Safety durch einen Winterthurer, verbunden mit zwei Gegenpunkten besser gewesen als die 6 Punkte für die Basler zum 12:18. Insbesondere weil nur drei Spielzüge später ein Pass auf die rechte Seite die falsche Wahl für Hippeard war und ein Gegner den Ball abfangen und sogleich zum 12:26 in die Endzone tragen konnte. Doch die Warriors steckten nicht auf, verkürzten auf 20:26 und erhöhten den Druck auf die Basler. Die Folge waren wie eingangs erwähnt unzählige Flags auf beiden Seiten, vielleicht begründet auch durch die Hitze. Doch die Basler konnten weiter konstant und solide Raumgewinn erzielen und standen rasch wieder an der 6-Yard-Linie der Warriors und erzielten einen weiteren Touchdown zum 20:32. Die Anschlusspunkte zum Schlussresultat von 27:32 gelangen den Warriors gleich im Anschluss, dies mit ca. 5 Minuten und 30 Sekunden auf der Uhr. Eigentlich eine Ewigkeit im American Football. Doch es sollte nicht mehr reichen. Symptomatisch war der letzte Spielzug: ein Pass von Hippeard auf Moore über ca. 45 Yard, zwar sauber gefangen, doch reichte es Moore nicht mehr bis in die Endzone, er ging ca. an der 8-Yard-Line zu Boden. Wäre er bis in die Endzone gelangt, hätte das Schlussresultat 33:32 geheissen so blieb es aber beim durchaus verdienten Sieg für die Basel Meanmachine. Die Enttäuschung stand den Spielern, Coach Ramseyer und den Vereinsverantwortlichen ins Gesicht geschrieben. Vor vier Monaten war man mit Zuversicht, Freude und voller Hoffnung ins Trainingslager gestartet und nun muss das Team die bittere Pille schlucken und im kommenden Jahr um den Wiederaufstieg in die NLA kämpfen. Was war passiert? Was sind die Gründe für das schwache und enttäuschende Abschneiden in diesem Jahr? Für die Antworten auf diese Fragen ist es sicherlich noch zu früh. Trotzdem scheinen die vielen Verletzungen, die dramatisch schwache Trainingspräsenz und teilweise auch das fehlende Quäntchen Glück hauptverantwortlich zu sein. Entscheidend für das Leistungsgefälle zwischen den Warriors und den übrigen Teams ist aber das gestiegene Niveau der gesamten Liga, sowohl auf der athletischen wie auch auf der spielerischen Seite. Vielleicht war die eigene Beschränkung auf zwei Amerikaner ein Fehler, vielleicht hätte man anstelle des Trainerstabs zwei weitere Ausländer einsetzen sollen. Hätte, wäre, wenn - egal, die Warriors haben dieses "Endspiel" um den letzten Startplatz in der höchsten Spielklasse im nächsten Jahr verloren. Die Ziele 2010 wurden klar verfehlt, verloren hat man nicht heute, sondern schon bereits viel früher in der Saison. Die endgültige Analyse wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, wird aber umso wichtiger für die Zukunft des Teams, die Organisation und das Football-Programm. Die Vorbereitungen auf die nächste Spielzeit haben bereits vor einigen Wochen gestartet und werden nun intensiviert - die eigentliche 2011er Saison hat nun also mit dem heutigen Tag begonnen. Vieles kann weitergeführt werden, einiges wird verbessert werden. Details hierzu werden später auf www.warriors.ch bekannt gegeben. |
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