Schwäbisch Hall Unicorns
Pressemitteilung vom 28.07.2026
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U20: „Finale dahamm“ kann kommen
Neuauflage des Junior Bowls gegen Düsseldorf

von Viktor Taschner (Haller Tagblatt)

Die U20 der Schwäbisch Hall Unicorns besiegt die Dresden Monarchs im Halbfinale klar mit 26:0. Am 9. August geht es im Junior Bowl um die deutsche Meisterschaft. Und der Gegner ist ein alter Bekannter.

Kurz vor Spielende wurden sie erwischt. Headcoach Patrick Staudacher bekam eine Dusche mit der Wassertonne verpasst, genauso wie Quarterback-Coach Ian Gehrke. Die U20 der Unicorns hatte Grund zu feiern, weil das Team mit einem überzeugenden 26:0 gegen die Dresden Monarchs das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft für sich entschieden hat. Die jungen Einhörner kämpfen am Sonntag, 9. August, um 15 Uhr im Optima-Sportpark um die Meisterschaft. Gegner werden (wieder) die Düsseldorf Panther sein.

Schon im vergangenen Jahr trafen diese beiden Mannschaften im Finale in Schwäbisch Hall aufeinander. Der Junior Bowl 2025 wurde aber eine einseitige Sache, weil die Düsseldorfer mit einem klaren 49:0 keinen Zweifel aufkommen ließen, wer die damals beste deutsche Jugendmannschaft war.„Es sind noch ein paar Spieler vom letzten Jahr bei uns im Kader. Das sorgt dann auch nochmal für Zündstoff, weil wir zeigen wollen, dass wir besser spielen können“, meint Patrick Staudacher mit dem Blick aufs Finale.

Hoffnung sollte den Haller zum einen geben, dass die Düsseldorfer in ihrem Halbfinale Schwierigkeiten hatten und nur 13:6 gegen die Hamburg Huskies gewonnen haben. Zum anderen haben die Unicorns ihrerseits die Dresdener überzeugend geschlagen. Nach einer zähen Anfangsphase kamen die Haller spätestens im zweiten Viertel dann in die bessere Feldposition. Die Sachsen taten sich gegen die starke Haller Defense schwer und mussten oft über den dritten Versuch und lang gehen.

„Wir wussten, dass ihre Offense der etwas schwächere Teil des Teams ist. Wir wollten viel blitzen, sie früh stoppen und sie zu Dritter und lang zwingen, weil ihr Passspiel auch nicht das beste ist“, gibt Staudacher die taktischen Ideen wieder.

Was im Haller Angriffsspiel fehlte, war dann nicht viel, aber eben doch das entscheidende Mü, um Punkte zu erzielen. Mal geriet ein langer Passauf die Receiver um ein paar Zentimeter zu lang, sodass der Ball nur den Handschuh des Fängers berührte, aber nicht in den Händen landete. Mal war der Ball auf der Goal Line praktisch in den Händen, aber flutschte dann doch noch irgendwie raus und das Spielgerät lag auf dem Boden. Die Einhörner hätten aus ihrer Feldüberlegenheit schon früher Zählbares machen können.

„Wir müssen das Timing in der Offense noch ein bisschen besser hinkriegen. Die Effektivität muss deutlich besser werden“, räumt auch Patrick Staudacher ein. Was schon richtig gut funktioniert hat bei den Hallern, waren dieSituationen, bei denen die Füße eine Rolle spielen. „Unsere Punts waren heute deutlich weiter als die vom Gegner. Dadurch hatten wir nur noch ein kurzes Feld zu überbrücken“, lobt Staudacher. Und auch die vier versuchten Field Goals von Flavio Tripi waren alle drin, eines auch aus mehr als 30 Yards Entfernung. Zu diesen zwölf Punkten aus den Field Goals kamen noch zwei Touchdowns von RunningBack Elias de Oliveira Käppler.

Bis zum Finale gegen Düsseldorf bleiben also noch zwei Wochen,oder anders ausgedrückt: „Wir werden vier oder fünf Trainingseinheiten haben“, sagt Headcoach Patrick Staudacher. „Die Düsseldorfer sind stark, aber sie sind auch schlagbar.“

Die Unicorns-Coaches werden nun in die Analyse gehen, Videos. der Panther-Spiele auswerten und sich dann einen Matchplan zurechtlegen. Dann könnte zehn Jahre nach der ersten deutschen Meisterschaft in der Jugend der zweite Titel folgen. Von der damaligen 2016er-U19-Mannschaft sind mit Ian Gehrke, Jan Klenk und Tobias Löffler drei Coaches der aktuellen U20 dabei.


Foto: Michael Dietrich