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Fire-Football: 10 000 Dauerkarten sollen´s werden
16.12.2003
Eine Saison müssen alle Football-Fans von Rhein Fire noch Geduld üben. Dann spielt der zweimalige Europaliga-Champion wieder in Düsseldorf. Die bevorstehende NFLE-Saison 2004 bestreiten die Burgunderhemden noch einmal in der Arena Auf Schalke in Gelsenkirchen. Nach einer durchwachsenen ersten Spielzeit mit Zuschauerzahlen, die hinter den Erwartungen zurück geblieben waren, erhofft sich Fire von der Düsseldorf-Rückkehr auch einen Dauerkarten- Aufschwung für Gelsenkirchen.
Über 10 000 Saisontickets sollen verkauft werden. Die Preise für fünf Vorrundenspiele plus World Bowl XII reichen von 46 Euro (Stehplatz Jugendliche) bis 199 Euro (Sitzplatz, beste Kategorie).
Interessenten erhalten alle weiteren Informationen über Tel: 0 18 05/4 78 73 73. (miry)


Ex-Fire-Spieler Ferguson bester Verteidiger
02.12.2003
NEW YORK. Die Denver Broncos zeigten sich von der Niederlage gegen die Chicago Bears erholt und gewannen das Prestige-Spiel bei den Oakland Raiders mit 22:8.
Bester Verteidiger beim Erfolg der Broncos war wieder einmal Ex-Fire Spieler Nick Ferguson (1999, 2000). Der Safety erzielte neun Tackles und stoppte somit viele der Angriffsbemühungen der Raiders. Auf der anderen Seite durfte Linebacker Tim Johnson zum ersten Mal in der Startaufstellung der Raiders agieren. Dabei zeigte der Ex-Fire Star (2002) seinen Trainern, dass das Vertrauen gerechtfertigt war. Auch Johnson erzielte neun Tackles und war damit ebenfalls bester Verteidiger seiner Mannschaft.
Rhein Fire Headcoach Pete Kuharchek: "Tim ist einer der besten Spieler, die ich je gecoacht habe. Ich war schon verwundert und enttäuscht, dass die Raiders vor der Saison auf seine Leistung verzichten wollten. Umso mehr freut es mich jetzt, dass er sich ins Rampenlicht gespielt hat. Das könnte sein Durchbuch gewesen sein."
Die Baltimore Ravens erzielten bereits zum zweiten Mal hintereinander 44 Punkte in einem Spiel. Mitverantwortlich beim 44:6 gegen die San Francisco 49ers war erneut Wide Receiver Marcus Robinson (RF 1998), der zwei Pässe für 71 Yards Raumgewinn fing und einen Touchdown erzielte. In der Defense der Ravens räumte Kelly Gregg (RF 2001) erneut mit sieben Tackles ab. In den Schatten gestellt wurde er nur von Linebacker Ray Lewis, der 18 (!) Tackles verbuchen konnte. Dazu fing Lewis eine Interception, die er direkt zu einem Touchdown zurück trug.
Auf Seiten der 49ers gab Jamal Robertson (RF 2002) nach langer Verletzung sein Comeback. Dabei erlief der Running Back bei fünf Versuchen neun Yards.
Seit Deke Cooper (RF 2001, 2002) die Defense der Jacksonville Jaguars verstärkt, läuft es beim Team aus Florida besser. Jetzt konnten sie sogar den Super Bowl Champion Tampa Bay Buccaneers mit 17:10 schlagen und damit alle Träume der Bucs auf eine Titelverteidigung zerstören. Cooper kam beim größten Erfolg der Jaguars seit Jahren auf fünf Tackles.


Robinson schaffte vier Touchdowns
25.11.2003
NEW YORK. Welch ein Spiel für Marcus Robinson! Der Ex-Fire Wide Receiver, der in der NFL Europe 1998 zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt wurde, machte am 12. Spieltag für die Baltimore Ravens gegen die Seattle Seahawks die Partie seines Lebens. Gegen die Seahawks erzielte der 28-Jährige gleich vier Touchdowns und sicherte seinem Team einen 44:41-Erfolg nach Verlängerung.
Robinsons Leistungen bei den Ravens, zu denen er vor der Saison von den Chicago Bears wechselte, waren in den vorangegangenen Spielen eher durchschnittlich. Gegen Seattle fing er insgesamt sieben Pässe für 131 Yards Raumgewinn und war mit 28 Punkten der Matchwinner. Das dürfte für den symphatischen Wide Receiver der endgültige Durchbruch bei seinem neuen Arbeitgeber sein.
Marques Douglas (RF 2000) erzielte fünf Tackles für die Ravens, Kelly Gregg (RF 2001) brachte es auf drei Tackles und einen Quarterback-Sack. Mit diesem Sieg bleibt Baltimore weiter im Rennen um einen Play-Off Platz.
Einen wichtigen Sieg konnten die New England Patriots beim 23:20 bei den Houston Texans erzielen. Damit bleiben die Patriots den Kansas City Chiefs mit einer Bilanz von 9-2 Siegen weiter auf den Fersen und können in den Play-Offs auf ein ständiges Heimrecht spekulieren. Chris Akins (RF 2001) erzielte drei Tackles für New England.


Football-Finale 2004 in der Arena "AufSchalke"
24.11.2003
Gelsenkirchen (dpa) - Der FC Schalke 04 kann in seinem Jubiläumsjahr 2004 einen weiteren Höhepunkt präsentieren. Die NFL Europe trägt am 12. Juni 2004 ihr Finale um den 12. Worldbowl in der Arena "AufSchalke" aus.
"Wir sammeln langsam Endspiele", sagte Schalke-Manager Rudi Assauer voller Freude über den Zuschlag der NFL. 17 Tage nach dem Fußball-Finale der Champions League erweisen auch die Footballer den dann 100-jährigen "Königsblauen" mit dem wichtigsten Spiel der Saison ihre Referenz.
Weil Rhein Fire im Frühjahr bei seiner ersten Saison in Gelsenkirchen im Schnitt 34 000 Fans lockte, hegt Assauer hohe Erwartungen: "Ich hoffe, die 52 000 Zuschauer von Düsseldorf 2002 übertreffen zu können."
Jim Conelly, Manager der europäischen Tochterliga der National Football League der USA, begründete, warum die Arena den Vorzug gegenüber dem Berliner Olympiastadion erhalten hatte: "Hier haben Management und Stadion absolutes Weltniveau, wir konnten uns keinen besseren Platz für das Finale vorstellen."
Der New Yorker Conelly nutzte den Besuch "AufSchalke", um gleich mit Assauer über die Zukunft von Football in Gelsenkirchen zu verhandeln. 2005 wird Rhein Fire nach der Fertigstellung der neuen Rhein Arena nach Düsseldorf zurückkehren. Dann hat Schalke eine Option, ein eigenes Team zu bekommen. "Wir würden gerne weiter Football hier präsentieren", sagte Assauer, "mit drei Teams in der Nachbarschaft in Köln, Düsseldorf und Schalke wäre das doch für die Fans eine runde Sache."
Rhein Fire ist bereits zum dritten Mal Gastgeber des Endspiels. 1999 siegte im Rheinstadion der Fire-Erzrivale Frankfurt Galaxy im Worldbowl VII 38:24 gegen die Barcelona Dragons. Und im Juni 2002 gewann Berlin Thunder mit dem 26:20 im Finale gegen die Hausherren das letzte Spiel, das vor dem Abriss des alten Rheinstadions dort ausgetragen wurde.
(dpa)


Fire-Champion Danny Wuerffel mag nicht mehr
03.11.2003
Danny Wuerffel, einstiger Star-Spielmacher des Football-Europaligisten Rhein Fire aus der Champions-Saison 2000, scheint sich vom Spiel mit dem Ei verabschiedet zu haben. Das berichtet jedenfalls die amerikanische Tageszeitung Washington Post. Der 29-jährige Blondschopf, der vor drei Jahren sagenhafte 25 Touchdown-Pässe in zehn Vorrundenmatches an den Mann brachte, lehnte eine überraschende Offerte seines letzten NFL-Teams ab, den Washington Redskins.
Und zog es vor, weiterhin im Rathaus der Stadt New Orleans tätig zu sein. Für die dortigen Saints hatte Wuerffel vor seinem Fire-Engagement in der NFL gespielt. Auch das familiäre Glück scheint in den Vordergrund gerückt zu sein: Ehefrau Jessica erwartet Nachwuchs.
Washington hatte Wuerffel trotz einer guten NFL-Saison 2002/2003 nach dem Trainingscamp im Sommer entlassen. Dessen Trainer Steve Spurrier, der Wuerffel zu College-Zeiten bei den Florida Gators in Gainsville unter den Fittichen hatte, versuchte wegen Verletzungssorgen seinen Quarterback zurückzulotsen.
Ein 300 000-Dollar-Angebot der Redskins für die restlichen neun Vorrundenspiele als zweiter Mann hinter Starter Patrick Ramsey lehnte Wuerffel ab. Auf andere Offerten aus der NFL wartete der beste College-Spieler von 1996 vergeblich. Gut möglich, dass Wuerffels NFL-Karriere ein frühes Ende gefunden hat. (miry)


Aufatmen bei den Betreibern:
Publikumsmagnet Rhein Fire kehrt 2005 zurück. Mindestens fünf Heimspiele.

29.10.2003
Gestern noch brüteten die Anwälte über den Verträgen, Manager Alexander Leibkind führte abschließende Gespräche mit den Ligabossen in London. Letzte Details sollen heute Vormittag geklärt werden, bevor es - vermutlich - OB Joachim Erwin mit breitem Lächeln verkünden wird: Rhein Fire kehrt nach NRZ-Informationen nach Düsseldorf zurück und wird ab 2005 in der Arena auflaufen. Mindestens fünf Mal pro Saison.
Bei einem noch weitgehend weißen Terminkalender atmen die Betreiber, Walter-Bau an der Spitze, auf: Die Footballer lockten mit ihrer spektakulären Sport-Show pro Heimspiel 30- bis 40 000 Zuschauer ins Rheinstadion, ehe der Abriss sie zum Umzug zwang: Das Team wich nach Gelsenkirchen aus. Der OB gab Durchhalteparolen aus, gab sich überzeugt, dass Rhein Fire an den Rhein zurück kehren würden. Doch das war keinesfalls beschlossene Sache.
Arena-Vermarkter räumen ein, dass Football in der Jahreskalkulation für den 218 Millionen Euro teuren Mehrzweckbau mit seinen 51 000 Sitzplätzen eine durchaus bedeutende Rolle spielt. Umso mehr, da mit den derzeit viertklassigen Kickern der Fortuna noch nicht zu rechnen ist. Dass die Chefs der Football-Liga alle zwei Jahre abstimmen, ob der Spielbetrieb überhaupt weiter gehen soll und es beim letzten Mal denkbar knapp zuging, ist allerdings auch kein Geheimnis.
Beide Seiten unter Druck
Eine spannende Frage im Verhandlungspoker dürfte die Frage von Miethöhe und Einnahmen- Aufteilung sein. Beide Seiten halten Trümpfe in der Hand: Die Ligabosse sehen Rhein Fire lieber wieder in Düsseldorf, weil die Zuschauerzahlen in Gelsenkirchen mit Hilfe von üppigen Freikartenaktionen nach oben gedrückt werden mussten. Sie wissen über Leibkind aber auch, unter welchem Erfolgsdruck die Arena-Betreiber in Düsseldorf stehen - da lassen sich schon mal die Preise drücken.
Bislang hat Erwin sich nur dazu hinreißen lassen, für die Arena das Neujahrskonzert mit dem dauerlächelnden Andre´ Rieu und eine "Nokia Night of the Proms" anzukündigen. Das klingt eher mager - doch aus dem Umfeld der Betreiber ist zu hören, dass Verhandlungen mit Künstlern "kurz vor dem Abschluss stehen".
FRANK PREUSS


Sichtungstraining für die neue Saison
22.10.2003
DÜSSELDORF. Für die Coaches der NFL Europe fällt am Wochenende der Startschuss in die Saison 2004. Mit dem ersten Sichtungstraining (National Combine) der europäischen Nachwuchstalente in der Leichtathletikhalle Kalbach bei Frankfurt beginnen die direkten Vorbereitungen für die kommende Spielzeit.
Über 100 der größten Football-Talente aus zwölf Ländern Europas (Österreich, Tschechien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Italien, Niederlande, Russland, Schweden, Schweiz, Großbritannien und Deutschland) wurden vom Director of Game Development der NFL Europe, Tony Allen, nach Frankfurt eingeladen, um die erste Hürde in Richtung Profi-Karriere zu überwinden.
Unter den zwölf Kandidaten aus NRW sind mit Linebacker Markus Wilczek und den beiden Offensive Line Spielern Uli Fahle und Florian Hartmann gleich drei Akteure der Assindia Cardinals.
Neben Tony Allen wird auch Rhein Fire National Coach Jörn Maier eine leitende Funktion bei der Sichtung innehaben. Maier startete die Talentsichtung direkt nach Ablauf der NFL Europe League. "Wir haben in NRW in diesem Jahr einige hoffnungsvolle Talente gefunden, von denen wir glauben, dass sie mittelfristig eine gute Rolle in der NFL Europe League spielen können. Dabei handelt es sich vor allem um sehr junge Spieler, die genügend Potential besitzen, sich spielerisch und athletisch weiter zu entwickeln."
Am Samstag, 25. Oktober, werden die Teilnehmer medizinisch und physisch getestet, bevor sie am Sonntag positions-spezifischen Prüfungen unterzogen werden. Die besten Bewerber werden schließlich zum National-Minicamp Mitte November (10.-16. November) erneut nach Frankfurt eingeladen. Dort treffen sie auf die stärksten Spieler aus Spanien und England, wo zurzeit ebenfalls Sichtungen stattfinden. Im Februar treffen dann die besten Footballer Europas in Florida auf ihre Konkurrenten aus Japan und Mexiko, mit denen sie um die 48 heißbegehrten National-Plätze in der NFL Europe kämpfen werden.


Trio mit neuen Teams
09.10.2003
Richardson und Co. wechseln, Fergusons Broncos erstmals geschlagen.
Die erste Niederlage in der National Football League (NFL) schluckten die Denver Broncos im Spitzenspiel bei den Kansas City Chiefs. 80 000 Zuschauer im Arrowhead Stadium sahen beim 24:23 der Gastgeber eine starke Leistung des Ex-Rhein-Fire-Safety Nick Ferguson, der für die Broncos gleich acht Tackles anbrachte.
Drei frühere Fire-Cracks haben ein neues Team gefunden. Kyle Richardson spielt nun für Cincinnati, Riddick Parker für Baltimore und Byron Chamberlain für Washington.
Scott Milanovich indes, der in der Europaliga-Saison 2003 bei Fire die Spielmacher Chris Greisen und Nick Rolovich trainierte, zählt nun zum Trainerstab der Calgary Stampeders in der Canadien Football League. Dort ist auch der frühere Fire-Center Jonathan Himebauch tätig - als Offensive-Line-Coach. (miry)


Londoner Plan: Fire wird gesetzt
24.09.2003
Rückkehr nach Düsseldorf, um die Fanzahlen der Liga zu steigern.
Die Strecke Düsseldorf - London bewältigt der Flieger in lockeren 75 Minuten. Alexander Leibkind weiß die schnelle Luftverbindung über den Kanal zu schätzen. Heute jettet der Manager des Football-Europaligisten Rhein Fire zum zweiten Male binnen drei Tagen in die britische Hauptstadt.
Dort wird in der NFLE-Zentrale an der Kings Road nämlich Douglas Quinn erwartet. Der ist Senior-Vizepräsident der NFL International. Chef jener Abteilung, die sich mit den Aktivitäten der National Football League außerhalb der USA befasst. Also auch und vor allem mit der Europaliga.
Hauptthema des Tages heute: Wie können die Zuschauerzahlen der sechs NFLE-Teams gesteigert werden, um die 32 zahlenden NFL-Teambesitzer vom Fortbestand ihrer Ausbildungsliga jenseits des Atlantiks nach der Saison 2005 zu überzeugen.
Für die jährlich rund 20 Millionen US-Dollar wollen die Teambesitzer in den kommenden beiden Jahren mehr Fans auf den Tribünen sehen. Ihr Produkt soll an den lokalen Märkten angenommen werden. Der (finanzielle) Erfolg, zum Beispiel über Fanartikelverkäufe, stelle sich dann schon von allein ein, wurde zuletzt beim großen NFL-Treffen in Washington argumentiert.
Wer wird zum Streichergebnis?
Rhein-Fire-Manager Leibkind wird Quinn und dem NFLE-Direktor Jim Connelly heute einen aus Düsseldorfer Sicht erfreulichen Plan unterbreiten. Nämlich Fire für die Zukunft entscheidende Saison 2005 als Zuschauermagnet wieder in Düsseldorf zu platzieren. In der dann neu erbauten Rhein-Arena. Möglicherweise mit einer ähnlich gestalteten Zuschauergarantie seitens der Stadt wie sie die Schalker der NFL für das Fire-Gastspiel in der Gelsenkirchener Arena gegeben hatte: 35 000 pro Match. Was vergangene Saison an den Kassen um mindestens 5000 Kunden verfehlt wurde.
"Bessere Zuschauerzahlen lautet die Prämisse für alle weiteren Entscheidungen", betonte Leibkind vor seinem Abflug. Heißt übersetzt: Kurzfristiger Erfolg muss her! Eine zweifelsohne gute Chance für NFLE-Football in Düsseldorf.
Möglich scheint, dass noch in diesem Jahr die Entscheidung über eine Fire-Rückkehr an den Rhein fällt. Stellt sich nur die klitzekleine Frage, welches der sechs Teams vor der Saison 2005 für Fire weichen muss. Mit einer verkappten Expansion auf sieben Mannschaften dürfte man kaum in die Spielzeit vor Ablauf des frisch verlängerten Vertrages gehen.
Glasgow, Amsterdam, Barcelona und Berlin stehen zur Debatte. Und werden die Hebel in Bewegung setzen, um nicht zum Streichergebnis zu werden. Die Scottish Claymores ziehen hinter den Glasgower Fußball-Giganten Celtic und Rangers die drittmeisten Zuschauer Nordbritanniens, besitzen zudem mit Sky Television einen eng mit der NFL verknüpften Fernsehmarkt.
Die Dragons interessieren in Barcelona bei 6000 Anwesenden im Schnitt kaum jemanden. Im Fernsehen sind die Drachen und auch die NFL allerdings recht gut präsent. Berlin Thunder steigerte mit dem Umzug ins Olympia-Stadion zwar das Faninteresse. Verfehlte die eigene Messlatte - 15 000 bis 20 000 pro Match - aber (noch) um Längen.
Die Admirals besitzen wie Schalke eine prächtige Arena, schaffen aber kaum 13 000 Zuschauer. Und finden im niederländischen Fernsehen vergleichsweise selten statt.
MICHAEL RYBERG


NFL: Johnsons Schwerstarbeit blieb unbelohnt
17.09.2003
Schwerstarbeit musste der frühere Rhein-Fire-Punter Dirk Johnson (Europaliga-Saison 2002) verrichten. Achtmal sorgte der Blondschopf für seine Philadelphia Eagles am zweiten Spieltag der National Football League (NFL) für einen Befreiungsschlag. Grund: eine miserable Offensive, die gewichtigen Anteil an der 10:31-Heimpleite gegen die New England Patriots hatte. Schon die zweite Niederlage für die Grün-Weißen, die eigentlich als Super-Bowl-Mitfavorit in die 84. NFL- Saison gestartet waren.
Defensive End Marques Douglas (Fire 2000) und Passempfänger Marcus Robinson (Fire 1998) mischten beim 33:13 der Baltimore Ravens gegen die Cleveland Browns erfolgreich mit. Douglas sorgte dabei für zwei Tackles und einen Sack gegen den Browns-Spielmacher Tim Couch.
Übrigens: Das Treffen der 32 NFL-Teambesitzer in Washington, in dessen Rahmen gestern Abend auch über eine Verlängerung des ausgelaufenen Dreijahresvertrages der NFL-Europaliga entschieden werden sollte, war bei Redaktionsschluss um 23 Uhr noch nicht beendet. Mit einem Ergebnis für oder gegen die NFLE wird heute gerechnet. (miry)


Fire-Heyer wartet weiter
20.08.2003
Auch beim zweiten Testspiel der New Orleans Saints musste Peter Heyer, Footballer in Reihen des Europaligisten Rhein Fire, die Zuschauerrolle bekleiden. Beim 22:17-Sieg der Heiligen bei den New York Jets wurde der 24-jährige Left Guard wegen einer nicht hundertprozentig ausgeheilten Schulterverletzung geschont.
Zwei Einsatzchancen gibt´s noch. Kommenden Samstag in San Francisco und am 28. August gegen Miami. Heyers Hoffnung, einen Saisonvertrag am Mississippi zu bekommen, ist derzeit aber eher gering.
Offensive Tackle Patrick Venzke setzte sich beim 21:7-Testsieg der Indianapolis Colts gegen Seattle gut in Szene. Der 142 Kilogramm kräftige gebürtige Essener scheint deutlich bessere Aussichten auf einen Vertrag in der NFL zu besitzen.
Die Ballträger Autry Denson und Frank Moreau kamen für ihre Teams, die Detroit Lions (10:23 in Cincinnati) und die New England Patriots (20:13 über Washington), zum Einsatz. Ex-Fire-Safety Nick Ferguson empfahl sich mit acht Tackles beim 15:10 über Chicago als Starter. (miry)


Heyers Kampf am Mississippi
14.08.2003
Das Mark erschütternde Horn des Touristenraddampfers Natchez ist bis nach Metairie zu hören. Im Vorort der Mississippi-Metropole New Orleans dröhnt Rhein-Fire-Offensivbrocken Peter Heyer täglich das über 200 Jahre alte Schiffssignal in den Ohren. Gesehen hat der 24-jährige Guard freilich weder Dampfer noch Legendenstrom. Seit dem 25. Juli kämpft Heyer um seine Chance im NFL-Football-Team der New Orleans Saints. Da bleibt nicht viel Freizeit übrig.
Nach zwei Saisons für Rhein Fire in der Europaliga luden die Späher der Heiligen den gebürtigen Kölner in die US-Voodoo-Hochburg ein. Der tägliche Kampf um die Gunst der Trainer ist hart. Wegen einer leichten Schulterverletzung steht morgens schon um kurz nach 6 Uhr der Weg zur Physiotherapie auf dem Programm. Heyer wohnt im Trainingslager-Hotel unweit des Saints- Zentrums, rund 30 Autominuten von Downtown New Orleans entfernt.
Cheftrainer Jim Haslett und seine Crew fordern die über 80 Kandidaten den ganzen Tag. "Ich habe kaum eine freie Minuten und falle um 22 Uhr ins Bett", schildert Heyer. 16 Spieler in der Offense Line der Schwarz-Goldenen kämpfen um neun Verträge als Kaderspieler und einen Platz in der Übungsgruppe. Nummer Zehn muss Heyer also mindestens sein, um nicht nach dem letzten Testspiel im Louisiana Superdome am 28. August gegen Miami abreisen zu müssen.
Zwischen tausend und elf Millionen Dollar
200 000 Dollar wäre ein Saisonvertrag für den 141-Kilo-Brocken wert. 5000 Dollar pro Woche gäbe es Mitglied der Übungsgruppe. Derzeit verdient Heyer, der als Left Guard in der fünfköpfigen Beschützerlinie des Spielmachers steht, immerhin tausend grüne Scheinchen pro Woche.
Darüber schmunzelt manch ein Teamkamerad milde. John Sullivan beispielsweise, einer der besten Defense-Line-Spieler der vergangenen College-Saison von Georgia Tech, kassierte allein für seine Unterschrift unter einen Siebenjahresvertrag bei den Saints elf Millionen Dollar.
Alles viel schneller als in der NFLE
Viel schneller geht es auf dem Rasen zu im Vergleich mit der NFLE. Es wird länger, konzentrierter trainiert. Auch bei 40 Grad Celsius im Schatten. Wenn´s noch heißer wird, wechselt das Team in ein klimatisiertes Riesenzelt. "Ich muss während des Trainings immer bereit sein für den nächsten Spielzug, die nächste Übungsform. Wenn ich auf dem Platz stehe, dann gibt es keine Fragen mehr, sondern nur noch Antworten", umschreibt Heyer.
Er lernt viel. Sagt er. "Und bis jetzt gibt es nichts Negatives", betont Heyer. Morgen steht er vor seinem ersten Testspiel-Einsatz. Im Giants Stadium bei den New York Jets. "Da muss ich zeigen, was ich kann." Tests in San Francisco und gegen Miami kommen noch.
Danach gibt es entweder das Rückflugticket oder einen Vertrag für die am 7. September bei den Seattle Seahawks startende NFL-Saison. (miry)


Fire-Football: Cardinals holen Lano
24.06.2003
Defensive Liner Bastian Lano und Ballträger Oyeniran Olalere Odunayo Ojo vom Football- Europaligisten Rhein Fire werden wohl noch einige Einsätze in der GFL-Bundesliga absolvieren. Die Essen Assindia Cardinals nehmen das Duo unter Vertrag. Auf die Dienste von Offensive Liner Peter Heyer müssen die Ruhrstädter wohl verzichten. Der Fire-Brocken aus Köln reist ins Trainingslager der New Orleans Saints an den Mississippi.
Dort wird der Domstädter auf Scot Osborne treffen. Der Offensive Liner wurde ebenfalls von den Heiligen mit einem Vertrag ausgestattet.
Glück hatte auch Fire-Offensive-Guard Dwayne Ledford. Er bekommt bei den San Francisco 49ers eine Chance. Die Washington Redskins luden Defensive-End-Spieler Andre Arnold ins Camp ein.
Dagegen musste Defensive Tackle Brad Harris trotz einer guten NFLE-Saison für Fire seine Sachen bei den New York Giants packen. Gut möglich, dass sich ein neues Team nicht lange bitten lässt. (miry)