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Kick Off statt Anstoß
30.12.2003
Kick off statt Anstoß, Touchdown statt Tor. American Football hat Einzug in die Arena Auf Schalke gehalten. Drei Monate bot die National Football-League Europe ein schönes Intermezzo. Zu den fünf Heimspielen von Rhein Fire kamen im Schnitt 34 218 Zuschauer. Nicht blau-weiß, sondern bordeauxrot und gold waren die beherrschenden Farben auf den Rängen. Das Team von Headcoach Pete Kuharchek qualifizierte sich für den World Bowl, musste aber in Glasgow gegen Frankfurt Galaxy eine klare 16:35-Niederlage hinnehmen.
Mit dem Einzug in die Arena Auf Schalke war aus der Not eine Tugend geworden. So schien es jedenfalls, denn die Vertragspartner Schalke 04 und Rhein Fire präsentierten sich äußerst zufrieden mit der ersten Saison. Im November dann der Knall: Rhein Fire kehrt 2005 zurück nach Düsseldorf. Die Fans haben es gefordert, die Düsseldorfer Stadtspitze hat es geregelt. Kein Kommentar von Schalke, dass gemäß Vertrag einen Anspruch auf ein Footballteam hat. Die Königsblauen werden rechnen, ob Football zusätzliches Geld in die Kassen der Stadion- Gesellschaft spült. Vielleicht bleibt American Football nur ein Intermezzo.



Team Rhein Fire wird die Arena Auf Schalke verlassen
03.11.2003
"Fire, Fire" werden die Fans des American Footballs in der Arena Auf Schalke im Jahre 2005 nicht mehr rufen. Football wird aber möglicherweise dennoch gespielt, auch wenn jetzt sicher ist, dass das Team Rhein Fire in jenem Jahr wieder in Düsseldorf kickt.
Fire-Manager Alexander Leibkind bestätigte der WAZ, dass das Team mit dem Namen Rhein Fire 2005 an seine "historische" Spielstätte, dem dann neu errichteten Rheinstadion, zurückkehren wird. Gleichzeitig betonte der Manager, dass das nicht das Aus für Football in der Arena Auf Schalke bedeuten müsse.
Das sieht auch Schalkes Geschäftsführer Peter Peters so, denn immerhin gilt der Vertrag zwischen dem Fußball-Verein und der Rhein Fire GmbH, die volle Tochter der National Football- League Europe und damit volle Tochter der US Football-League ist, für fünf Jahre. "Wenn das Team Rhein Fire nach zwei Jahren die Arena Auf Schalke verlässt, hat Schalke 04 das Recht auf ein neues Team", klärt Leibkind auf und würde diese Entwicklung begrüßen.
Gestern gab die NFLE-Zentrale in London mit Köln den neuen Stützpunkt für Barcelona bekannt. Dort wurde das Team "Dragons" wegen mangelndem Zuschauerinteresse abgezogen. "Köln, Düsseldorf und Gelsenkirchen sind unabhängige Märkte. Ich sehe die große Chance, dort die Popularität von American Football deutlich zu steigern und damit auch die Zuschauerzahlen."
Für Schalke 04 besteht derzeit kein Handlungsbedarf. Im nächsten Jahr wird Rhein Fire seine fünf Heimspiele wieder in der Arena austragen. Saisonstart ist der 3./4. April. Die Blau-Weißen werden sicherlich abwarten, wie sich die zweite Footballsaison Auf Schalke gestaltet. Zeichnet sich ein lukratives Geschäft ab, werden die Schalker kaum verzichten. Geschäftsführer Peters: "Wir stehen jetzt nicht unter Zeitdruck. Wir werden sehen, wer am Ende welches Team hat. Momentan sagen wir zu diesem Thema nichts."
Die Möglichkeit, dass es ab 2005 keine europäische Football-League mehr dafür aber eine NFL Germany geben wird, ist in diesen Tagen wieder aktuell geworden. Schon im nächsten Jahr sind vier der sechs Teams "deutsch". Amsterdam Admirals und Scottish Claymores kommen hinzu.
Von Sylvia Lukassen



Rhein Fire will langfristig in Arena bleiben
28.10.2003
Die erste Entscheidung für die Saison 2004 in der National Football League Europe (NFLE) ist gefallen: Die Barcelona Dragons werden nicht mehr am Spielbetrieb der europäischen Football- Liga teilnehmen.
Das Management der NFLE zog mit dieser Maßnahme die Konsequenz aus dem drastischen Zuschauerrückgang. Seit dem Gewinn des World Bowls 1997 reduzierte sich das Faninteresse um 50 Prozent. In der Spielzeit 2003 kamen im Schnitt nur noch 6868 Zuschauer ins Stadion von Barcelona. Zum Vergleich: Die Spiele von Rhein Fire in der Arena Auf Schalke besuchten durchschnittlich 34 218 Fans.
Die Besitzer der 32 us-amerikanischen Footballteams haben der Fortsetzung der europäischen Tochterliga für zwei weitere Jahre zwar zugestimmt, fordern aber von ihren Franchise-Nehmern die Erhöhung der Zuschauerzahlen. Das europäische Management sieht in Spanien dafür offensichtlich keine Chance.
Wo ein neues Team angesiedelt wird, wird derzeit noch verhandelt. Dass dies in Deutschland etabliert wird, scheint möglich. Denn in die Arena Auf Schalke, nach Frankfurt und Berlin kommen immerhin die meisten Fans. In Deutschland ist der größte Markt für American Football. Und Rhein Fire Pressesprecher Markus Müller ist überzeugt: "Wir können unsere Zuschauerzahlen in der neuen Saison bestimmt um zehn Prozent steigern. Ich mache mir um uns keine Sorgen, auch nicht um den Bestand der NFL Europe grundsätzlich."
Zu den Spekulationen um die Installierung eines zweiten Teams im Rhein-Ruhr-Gebiet will sich Müller nicht äußern. Dennoch sagt er: "Ich sehe nicht, dass wir nach der Saison 2004 von unserer Option Gebrauch machen werden und wieder nach Düsseldorf zurückgehen werden. Schalke möchte doch sein Footballteam behalten."
Die Düsseldorfer - von der Stadtspitze bis zu den Fans - wollen ihres allerdings wieder zurückhaben und starteten bereits eine Reihe von Kampagnen für die Rückkehr. Künftige Stützpunkte der NFL in Düsseldorf und Gelsenkirchen sind also nicht auszuschließen.
Von Sylvia Lukassen



Anderbrügge will Fire-Kicker bleiben
17.06.2003
Es wäre zu schön gewesen, wenn Ingo Anderbrügge neben seinem großen Fußballsieg mit dem FC Schalke 04 1997 im UEFA-Pokal auch noch den World Bowl im Football mit Rhein Fire hätte gewinnen können. Vielleicht hat der Kicker im nächsten Jahr eine neue Chance.
Denn der Ex-Profifußballer Ingo Anderbrügge würde zu gerne noch eine Spielzeit bei Rhein Fire anhängen. "Ich will unbedingt weiter spielen, denn die Saison hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Außerdem habe ich bei Rhein Fire viele neue Freunde gefunden", sagt der 39-Jährige und will sich intensiv auf die nächste Runde in der National Football League Europe vorbereiten. "Muskulatur aufbauen, Schüsse trainieren. Dann würde ich 2004 gerne auch mal einen Kickoff machen und die langen Fieldgoals", denkt Anderbrügge schon an Morgen.
Obwohl Rhein Fire wie alle anderen europäischen Footballteams des US-Mutterkonzerns NFL derzeit noch keine Aussagen zum Team 2004 machen kann, würde Headcoach Pete Kuharchek Anderbrügge wohl gern wiedersehen. Immerhin verwandelte der Kicker sechs von sieben Fieldgoals und 18 von 20 Extrakicks. Mit 36 Saisonpunkten war er Rhein Fires erfolgreichster Scorer. Hinzu kommen noch sieben Punkte aus dem verlornenen World Bowl-Finale gegen Frankfurt Galaxy.
Derzeit aber steht die Zukunft der Liga in den Sternen, denn für die NFL ist die Tochter in Europa ein zweistelliges Millionen-Zuschussgeschäft. Erst im Herbst wird entschieden. Es gibt Überlegen, eine NFL Germany zu installieren und die NFL Europe aufzugeben, weil Deutschland das größte Zuschauerpotenzial hat.
Ingo Anderbrügge kann sich einen Fortbestand der NFL ob Europe oder Germany jedenfalls vorstellen. "Dann spielt ein Team in blau-weiß in der Arena Auf Schalke und heißt Ruhr Miners oder ähnlich. Und Rhein Fire geht wieder zurück nach Düsseldorf", sagt er.
Rhein Fire wird - sofern die Liga in 2004 fortgesetzt wird - auch im nächsten Jahr seine Heimspiele in der Arena austragen. Für drei weitere Jahre besteht eine Option. Außerdem könnte sich Schalke-Manager Rudi Assauer 2004 noch über ein zusätzliches Footballmatch in seinem Fußball-Dome freuen, wenn die NFL den World Bowl nach Gelsenkirchen vergibt.
Von Sylvia Lukassen



Extrapunkte müssen sitzen
11.06.2003
Wind, bewölkt, 13 Grad. Das Wetter im schottischen Glasgow ist wenig sommerlich. Die Stimmung im Rhein Fire-Team aber dennoch heiter und gelöst. Obwohl es im World Bowl am Samstag gegen den ärgsten Rivalen Frankfurt Galaxy geht, machen sich Team und Trainer keinen Kopf.
Die World Bowl Woche in Glasgow hat begonnen, und die größte Stadt Schottlands erwartet am Wochenende eine deutsche Invasion. Zwar stehen sich auf dem Spielfeld bis auf die "Nationals" wie die Kicker Ingo Anderbrügge und Ralf Kleinmann (Galaxy) amerikanische Footballprofis gegenüber, doch die Fans von Fire und Galaxy sind Deutsche.
Rhein Fire hat Quartier bezogen im Thistle Hotel und damit einen fliegenden Wechsel mit dem Team Scottish Claymores vollzogen. Eigentlich wäre Fire lieber woanders eingezogen, denn: "Irgendwie sind wir stinkig auf die Claymores. Wir hätten sie uns als Endspielpartner gewünscht, weil unsere und deren Fans eine jahrelange Freundschaft pflegen", gibt Fire- Pressesprecher Markus Müller zu. Dass die "Schotten" nicht im World Bowl sind, hat aber auch einen Vorteil für Rhein Fire, das sich so nämlich auch deren Fan-Unterstützung sicher sein darf. "Wir haben fast ein Heimspiel" sagt Müller.
Ob die Chancen auf den dritten World Bowl Sieg für Rhein Fire deshalb steigen? Das Team von Headcoach Pete Kuharchek hat nach dem Spiel gegen Barcelona zwei schwerwiegende Ausfälle zu beklagen. Mit Defensiv End Corey Callens (Bizepsabriss) und Linebacker Jay Johnson (Muskelfaserriss) sind zwei Leistungsträger bereits wieder in die USA zurückgekehrt, um sich im Reha-Zentrum Birmingham (Alabama) behandeln zu lassen.
Pete Kuharchek ist sich sicher: "Bei diesem Endspiel kommt es auf die Special Teams an. Unsere Taktik basiert auf guten Feldpositionen. Außerdem müssen wir jeden Extrapunkt verwandeln, denn das Spiel kann ganz knapp ausgehen."
Quarterback Chris Greisen ist voller Vorfreude auf das Endspiel: "Es ist schön hier bei Rhein Fire soviel Spielzeit zu bekommen. Ich hoffe, ich kann die Saison mit dem World Bowl-Sieg beenden."
Im Falle eines Sieges erhält jeder Spieler 3500 US-Dollar Prämie, bei einer Niederlage gibt es immerhin noch 1800 Dollar.
Von Sylvia Lukassen



Rhein Fire im World Bowl
09.06.2003
Applaus für Rhein Fire und ein Dankeschön an Berlin Thunder. In einem grandiosen Spiel besiegte Rhein Fire die Barcelona Dragons 33:7 (26:0), und - potzblitz - Thunder schlug Frankfurt Galaxy 27:14. Fazit: Rhein Fire steht im World Bowl.
Das Endspiel der National Football-League Europe bestreiten nun am nächsten Samstag im Hampden Park in Glasgow die beiden "deutschen" Kontrahenten Rhein Fire und Galaxy. Fire-Headcoach Pete Kuharchek hatte den Finaleinzug nicht mehr wirklich auf seinem Plan, schließlich konnte es sein Team aus eigener Kraft nicht mehr schaffen, brauchte eine Niederlage von Spitzenreiter Frankfurt oder Schottland. Um so größer war gegen 23 Uhr in der Arena Auf Schalke die Freude.
Als das Ergebnis aus Berlin bekannt war, erhielt der Coach die obligatorische Dusche aus der Getränketonne. Rhein Fire hatte noch einmal Angriffsrecht, ließ die Uhr aber herunter laufen. Böllerschüsse und Flammenwerfer. "Fi-nale...Fi-nale" dröhnte es aus 28 678 Fan-Kehlen. Partystimmung Auf Schalke. Was die Schalker Fußballer in dieser Saison wie auch immer verpasst haben, die Footballer haben es erreicht. Mit 6 Siegen und vier Niederlagen ziehen sie bilanzgleich mit Galaxy ins Endspiel.
Rhein Fire hat mit großem Kampfgeist die Partie gegen Barcelona gewonnen, aber gegen einen Gast, der nur wenig Widerstand leistete. Headcoach Jack Bicknell meinte zwar in der Pressekonferenz sein Team habe alles getan, dagegen zu halten, doch schien es eher wie gelähmt.
Schon im zweiten Drive (Spielzug) gelang Rhein Fire durch ein Fieldgoal von Todd France die 3:0-Führung. Kicker Ingo Anderbrügge hätte wenig später erhöhen können, doch sein Schuss aus 33 Yards verfehlte die Torstangen. Fire dominierte das Spiel. Die bestens eingestellte Defense ließ die Dragons im ersten Viertel nur einmal bis in die eigene Hälfte vordringen.
Mit einem tollen Quarterback-Sack (den Spielmacher zu Fall bringen) brachte Corey Callens Fire wieder in Ballbesitz und Emmett Johnson lief gleich zu Beginn des zweiten Viertels in die Endzone - 9:0. Wieder hatte Anderbrügge Pech: mit dem Extrakick.
Nachdem Todd France mit seinem zweiten Fieldgoal auf 12:0 erhöht hatte, inszenierte Andre Arnold den nächsten Quarterback-Sack. Kendall Newson besorgte mit einem Punt-Return den nächsten Touchdown, und diesmal saß der Schuss von Ingo Anderbrügge - 19:0. LaVell Boyd und Charlie Adams ließen sich nicht von den Dragons stoppen. Und der Ex-Schalke-Fußballer drosch das Ei zweimal sicher durch die Torstangen. Dass 1:46 Minuten vor Spielende Sean Morey für Barcelona noch durchbrach, hatte nur statistischen Wert.
"Ich bin so stolz auf mein Team", freute sich Headcoach Pete Kuharchek, und es klang ein wenig gerührt. "Auch meine Trainer haben einen guten Job gemacht." Dass Berlin Hilfe für den Finaleinzug geleistet hatte, ließ der Coach nicht unerwähnt, dessen erste Saison Auf Schalke überaus erfolgreich endete. "Die Arena ist ein großer Ort, um Football zu spielen. Und ich danke auch allen Fans, die oftmals der zwölfte Mann auf dem Spielfeld waren", beendete Kuharchek die Pressekonferenz. Von Sylvia Lukassen



Der Schmerz sitzt noch tief
06.06.2003
31 Grad, Sonne total. Eigentlich müsste der Mann aus dem Sunshine State Florida bester Laune sein. Ist er nur fast. Denn für Rhein Fire-Headcoach Pete Kuharchek ist das Saisonziel aus eigener Kraft nicht mehr zu schaffen.
"Wir sind noch nicht aus dem Rennen um den World Bowl", sagt der Cheftrainer, doch die Tatsache, dass Rhein Fire es selbst nicht mehr richten kann, drückt ein wenig auf die Stimmung. "Wir wollen das letzte Spiel auf jeden Fall gewinnen, um die Saison mit einer positiven Bilanz abzuschließen. Gelingt das nicht, dann ist das bitter. Aber es kann eben passieren", ist Kuharchek ungewohnt zurückhaltend. Klar, die Partie gegen Barcelona wird kein Spaziergang, denn auch die Dragons wollen das NFL Europe-Endspiel in Glasgow noch erreichen.
Der Schmerz der deftigen Niederlage in Frankfurt sitzt offensichtlich tief. So tief, dass der Coach vielleicht ein wenig das Vertrauen in seine Mannschaft verloren hat. Ausgerechnet bei Galaxy so mies gespielt und dem "Erzrivalen" dadurch einen Spieltag vor Saisonende die Teilnahme am World Bowl geschenkt zu haben, das kratzt am Selbstbewusstsein.
Ob es Pete Kuharchek gelungen ist, die Mannschaft wieder aufzubauen? Die Fans werden es heute Abend in der Arena Auf Schalke sehen. Selbst ein Sieg gegen Barcelona reicht Rhein Fire nicht, um den World Bowl noch zu packen. Entweder Frankfurt oder Schottland müssten verlieren, damit Fire am Ende selbst noch der zweite Finalist ist.
Trainer Kuharchek weiß am besten, dass es relativ unwahrscheinlich ist, dass ausgerechnet Berlin (gegen Frankfurt) und Amsterdam (in Schottland) gewinnen. Zwei Teams, die das Finale nicht mehr erreichen können. Gleichwohl: Unmöglich ist das nicht.
Wie auch immer das Spiel in der Arena ausgehen wird, die Fire-Footballer werden sich im Anschluss persönlich vom Publikum verabschieden.
Ein alter Bekannter wird den Spielball zum Kickoff bringen: Dan Collins, 2000 World Bowl-Sieger mit Rhein Fire. Vielleicht bringt der Ex-Profi von den Dallas Cowboys Glück. Inzwischen musste er seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden.
Von Sylvia Lukassen



Rhein Fire kann es allein nicht schaffen
02.06.2003
Rhein Fire hat es nach der blamablen 7:38-Niederlage bei Frankfurt Galaxy nun nicht mehr in der Hand, sich für das Endspiel der NFL Europe, den World Bowl, zu qualifizieren.
Das Team von Headcoach Pete Kuharchek kann das Finale in Glasgow nur noch erreichen, wenn es selbst sein letztes Spiel Samstag gegen Barcelona Dragons (Hinspiel 3:11) gewinnt und Scottish Claymores einen Tag später ihr Heimspiel gegen Amsterdam Admirals verlieren. Oder: Frankfurt verliert in Berlin, und Schottland gewinnt. Dann hätten Frankfurt, Fire und Schottland jeweils sechs Siege. Im dirketen Vergleich dieser Drei lägen Frankfurt und Fire vorn, wären im Endspiel.
Theoretisch ist das natürlich gut möglich, denn im Verlaufe der Saison hat sich gezeigt, dass eigentlich jedes Team jedes schlagen kann. Einzig Schlusslicht Berlin Thunder fällt da etwas aus dem Rahmen. Sonst aber hat die NFL-Zentrale in New York die Spieler ausgeglichen auf die sechs europäischen Teams verteilt. Die Saison 2003 ist bis zum letzten Spieltag spannend.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die "Schotten" gegen die Admirals verlieren, ist aber eher klein. Denn einerseits kann Amsterdam selbst bei einem Sieg den World Bowl nicht mehr erreichen, während Scottish Claymores das Finale im "eigenen" Hampden Park sicher nicht versäumen will. Und dass Frankfurt in Berlin verliert, scheint eine überaus gewagte Prognose.
Die Stimmung bei Rhein Fire ist natürlich getrübt. Doch Headcoach Pete Kuharchek machte schon vor dem Spiel in Frankfurt keinen Hehl daraus, dass Fire bei einer Niederlage es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen kann. An einen Sieg seines Teams gegen Barcelona zweifelt der Trainer eigentlich nicht. "Wir haben uns auch nach der Niederlage in Glasgow wieder erholt", sagt der Coach. Doch der eigene Erfolg allein reicht eben nicht.



Fire kommt in Frankfurt arg unter die Räder
01.06.2003
Der Traum vom World Bowl ist in weite Ferne gerückt: Rhein Fire kam beim Spitzenreiter der National Football League Europe, Frankfurt Galaxy, mit 7:38 (0:21) unter die Räder, rutscht damit auf den vierten Tabellenplatz ab.
Galaxy hat sich als erstes Team für das NFLE-Endspiel am 14. Juni in Glasgow qualifiziert. Rhein Fire indes muss auf jeden Fall am letzten Spieltag gegen Barcelona gewinnen und außerdem darauf hoffen, dass der neue Tabellenzweite Scottish Claymores sein Spiel gegen Amsterdam verliert. Gewinnen auch die "Schotten", die wie Rhein Fire Heimrecht haben, bleiben sie auf jeden Fall vor Rhein Fire, da sie das bessere Punktverhältnis aufweisen und auch den direkten Vergleich gegen Fire zu ihren Gunsten entschieden haben.
Während Rhein Fire in Frankfurt das erste Viertel mit Quarterback Nick Rolovich noch schadlos überstand, kam es im zweiten gleich knüppeldick für das Team von Headcoach Pete Kuharchek. Schon den ersten Spielzug schloss Galaxy durch Running Back Jonas Lewis mit einem Touchdown ab. Kicker Ralf Kleinmann verwandelte den Extra-Kick. In der sechsten Spielminute war es Adam Tate, der den Touchdown erlief (Extrapunkt Kleinmann). Und nur zwei Minuten später passte Quinn Gray auf Marc Lester: Touchdown und Punkt Kleinmann.
Rhein Fire - im zweiten Viertel mit Quarterback Chris Greisen, dessen Pässe etliche Male den Empfänger nicht erreichten - hatte in diesen 15 Minuten nichts zu bestellen. Mit 0:21 ging es in die Kabine Von diesem Schock sollte sich das Kuharchek-Team nicht mehr erholen.
Und es kam noch schlimmer. Das Feuer war erloschen. Galaxy-Quarterback Brown passte auf Wide Receiver Baker, der sich völlig unbedrängt gegen zwei Fire-Verteidiger zum Touchdown durchsetzte (Extrapunkt Kleinmann).
Im Schlussviertel war jeglicher Widerstand gebrochen. Erneut passte Quarterback Brown auf Baker, und der lief völlig unbedrängt in die Endzone (Extrapunkt Kleinmann). Der Touchdown von Chad Mustard (Extrapunkt Ingo Anderbrügge) nach Pass von Greisen war nur noch reine Ergebniskosmetik.
Rhein Fire erlebte nach Glasgow (0:33) sein zweites Desaster in dieser Saison. Trainer Kuharchek: "Wenn wir einmal hinten liegen, dann geht offensichtlich nichts mehr. Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht." lukas



Vom Linebacker zum erfolgreichen Headcoach
27.05.2003
Noch zwei Spiele sind in der National Football League Europe zu spielen. Danach, am 14. Juni, treffen sich die beiden Erstplatzierten im Hampden Park im schottischen Glasgow zum "Showdown" - dem World Bowl Finale.
Der Titelverteidiger Berlin Thunder ist aus dem Rennen. Das Aus besorgte Rhein Fire, das sich im Finale 2002 Berlin mit 20:26 geschlagen geben musste. Sonntag setzte sich das Fire-Team mit 28:21 in der Arena Auf Schalke durch und zählt seitdem zu den drei Topfavoriten für den Finaleinzug.
Doch im Vergleich zu Frankfurt und Barcelona hat Rhein Fire das wohl schwerste Restprogramm: Sonntag in Frankfurt und am folgenden Samstag gegen Barcelona. Die Dragons aus Spanien genießen am neunten Spieltag Heimrecht gegen Scottish Claymores. Und Frankfurt Galaxy reist zum Abschluss nach Berlin.
Keine leichte Aufgabe also für Headcoach Pete Kuharchek, der mit Rhein Fire bereits viermal im World Bowl stand und zweimal gewann: 1998 und 2000 jeweils als Defense Coordinator gegen Frankfurt Galaxy und Scottish Claymores. "Ich bin stolz darauf, diese Endspiele gewonnen zu haben. Diese Momente gehören zu den großartigsten meines Lebens", wird Pete Kuharchek in der aktuellsten Ausgabe des Rhein Fire Magazins zitiert.
Keine Frage, dass der 55-Jährige Amerikaner auch dieses Jahr ins Finale will und natürlich gewinnen. Doch der in Florida lebende und zumeist lächelnde Pete Kuharchek bleibt vorsichtig: "Jedes Spiel ist wichtig, sehr wichtig, und das nächste immer das wichtigste", sagt er stets im Pressegespräch vor einer Partie. Lässig und locker ist der Mann aus dem Sunshine State in der Regel drauf. Selbst nach dem Desaster von Schottland analysierte er ohne Emotionen. Und öffentliche Kritik an den Spielern gab es schon gar nicht.
Denn das Erreichen des World Bowls ist die eine Sache, die andere aber: die amerikanischen Footballprofis auf die Saison in den USA vorzubereiten. "Meine wichtigste Aufgabe ist, die Spieler auszubilden, sie zu verbessern. Das ist mein Job", hatte Pete Kuharchek vor dem Saisonstart erläutert. Jeden Nachmittag sitzt der Trainer vor dem Bildschirm, schaut sich Videos an vom Training, von den Spielen, von den Gegnern - die eigentlich nicht wirklich welche sind. Denn sie alle haben ein Ziel: gute Footballer für die 36 US-Profiteams zu werden.
Pete Kuharchek arbeitet nun in der dritten Saison als Headcoach bei Rhein Fire. Er ist Nachfolger von Galen Hall, der sechs Jahre verantwortlich war. Fire-Pressesprecher Markus Müller: "Die Cheftrainer bleiben in der Regel langfristig bei den Teams. Es soll schließlich eine kontinuierliche Ausbildung geleistet werden. Das ist der Sinn der NFL Europe."
Die Trainer und alle anderen Verantwortlichen der europäischen Teams sind Angestellte der NFL, die ihre Zentrale in New York hat. Die Dependance für Europa ist in London. In den USA werden die Trainer für die Liga rekrutiert und den Teams zugeteilt - so wie es mit den Spielern auch geschieht. "Ein Team kann auch selbst keinen Trainer einstellen oder entlassen. Gibt es Probleme, setzt man sich mit New York in Verbindung", erklärt Markus Müller. Und: Die Coaches sind nicht nur für die europäische Spielzeit beschäftigt, sondern ganzjährig.
Pete Kuharchek ist einer der erfolgreichsten Trainer der NFL Europe. Mit der Siegbilanz von 60 Prozent ging der ehemalige Rekord-Linebacker (der Spielmacher der Defensive) der Universität von Tampa in diese Saison. Von 1967 bis ´69 spielte er für Tampa und setzte 1968 mit 67 Solotackles einen Rekord und erhielt dafür im Vorjahr einen Platz in der "Athletic Hall of Fame" der Universität Tampa/Florida.
1983 stieg Pete Kuharchek als Linebackers Coach bei den Tampa Bay Bandits ins Profifootball- Geschäft ein. Danach folgten Verpflichtungen an der Memphis State University, den British Columbia Lions (College Football) und der University of Texas in El Paso. 1992 wechselte Pete Kuharchek in die National Football League Europe (vormals World League).
Von Sylvia Lukassen



Fire nun im Favoriten-Trio
25.05.2003
Die Pleite von Schottland ist vergessen. Rhein Fire rehabilitierte sich mit dem 28:21 (14:14)- Sieg gegen Berlin Thunder für das Debakel bei den Scottish Claymores und gehört nun mit Frankfurt und Barcelona zu den Favoriten auf das World Bowl Finale, das Endspiel der NFL Europe.
Deshalb war Fire-Headcoach Pete Kuharchek nach dem Erfolg in der Arena auf Schalke vor diesmal "nur" 27 895 Zuschauern auch hoch zufrieden: "Der Sieg war enorm wichtig. Wir haben uns zum richtigen Zeitpunkt in der Saison in die richtige Position für das Endspiel gebracht. Meine Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt." Besonderes Lob zollte der Trainer seinem Kicker Ingo Anderbrügge, der seinen Job mit zwei Feldtoren und zwei Extrapunkten ausgezeichnet machte. Aber auch der "Nationalspieler" Bastian Lano steuerte mit zwei "sacks" (zu Fall bringen) gegen den Berliner Quarterback entscheidende Momente zum Fire-Sieg bei.
In Führung gegangen war Rhein Fire etwas überraschend mit einem Touchdown des Verteidigers Jesse Warren - Berlin hatte das Ei in der Endzone verloren. Der Extrapunkt von Anderbrügge war Formsache. Thunder-Coach Peter Vaas: "Der Spieler war ausgerutscht. Das kann passieren."
Nun, diese Situation spiegelte zweifelsohne den Saisonverlauf der Berliner wider, die als World Bowl-Sieger 2002 in diesem Jahr kein Bein auf den Boden bekommen haben. "Das war ein frustrierende Saison. Wenn Du einmal anfängst zu verlieren, läuft es eben nicht mehr", zog Vaas eine vorläufige Bilanz.
Die Gemütslage bei Rhein Fire ist da seit gestern Abend ganz anders. Taktisch klug hatte Trainer Kuharchek zweimal an der Seitenlinie die richtige Entscheidung getroffen.
Beim Stande von 17:14 im dritten Viertel waren nach einem langen Spielzug nur noch wenige Yards zum Touchdown zu gehen, doch Kuharchek schickte das Kicking-Team aufs Feld. Anderbrügge traf zum 20:14, und der Trainer erklärte später: "Ich wollte den Spielzug auf jeden Fall erfolgreich abschließen."
Beim Stande von 21:20 für Thunder entschied sich Pete Kuharchek nach Touchdown von Kendall Newson (der Pass kam von Quarterback Chris Greisen) für die "Two Point Conversion", die Passgeber Greisen und Chad Mustard erfolgreich erledigten. Fire lag elf Minuten vor Schluss 28:21 vorn, und dann war es die Defense, die mehr als einmal verdammt gut aufgepasst hatte. Höhepunkte in der spannenden Endphase: Bastian Lano "sackte" Quarterback Stambaugh, und Lemual Ligon fing ein Pass vom Berliner Spielmacher ab.
Von Sylvia Lukassen



Rhein Fire will gegen Berlin auf die Erfolgsspur zurück
23.05.2003
Wildes Getümmel in der Arena Auf Schalke, in der Rhein Fire am Sonntag Berlin Thunder erwartet.
Über das Spiel in Schottland wollte Rhein Fire Headcoach Pete Kuharchek eigentlich kein Wort mehr verlieren. "So etwas habe ich während meiner Arbeit in der NFL Europe noch nicht erlebt", begann er dann doch die 0:33-Schlappe vom vergangenen Wochenende nachzukarten.
Doch was auch immer Pete Kuharchek feststellte, was auch immer er analysierte, der Trainer kam immer wieder zu dem selben Ergebnis: "Ich habe absolut keine Erklärung dafür. Es war ein Spiel, in dem alles falsch lief, was nur falsch laufen konnte. Nach unserem frühen Rückstand nahm die Katastrophe ihren Lauf."
Ratlosigkeit und Verärgerung mischten sich zusammen. Doch dann Schluss damit. "Wir haben heute gut trainiert, und deshalb fühle ich mich auch schon besser", sagte der Trainer und glaubt sich sicher zu sein, dass seine Mannschaft in der Lage ist, das Desaster von Glasgow Sonntag gegen Berlin Thunder vergessen zu haben. "Wir haben eine Weile über Schottland gesprochen. Wir wissen, was wir aus der Niederlage lernen können. Aber jetzt müssen wir nach vorne gucken. Das habe ich dem Team gesagt", zog Pete Kuharchek endgültig den Schlussstrich.
Für Rhein Fire ist es nach der Schottland-Schlappe nun besonders wichtig, gegen Berlin Thunder zu gewinnen. "Das nächste Spiel ist immer das wichtigste", flüchtete sich Kuharchek zwar in eine Floskel, lässt aber erkennen, dass es für die Moral schon zwingend ist, wieder auf die Erfolgsspur einzubiegen.
Kuharchek weiß natürlich um die Stärken der Berliner, schätzt sie aber nicht so hoch ein, gleichwohl die Gäste zuletzt dem Spitzenreiter Barcelona das Leben schwer gemacht haben. Besonders die Defense hält der Coach für nicht ganz so standfest, sieht also gute Chancen für einen Fire-Erfolg und den Verbleib im Rennen um das World Bowl Finale.
Von Sylvia Lukassen



Rhein Fire erlebt Debakel ohne Gleichen
18.05.2003
Das war ein rabenschwarzer Tag für Rhein Fire: Mit einer 0:33 (0:16)-Schlappe im Gepäck trat das Team von Headcoach Pete Kuharchek den Rückflug aus Schottland an. Im Hampden Park hatten die Footballer gegen die Scottish Claymores ein Debakel ohne Gleichen erlebt.
Dennoch behält Rhein Fire seinen zweiten Tabellenplatz in der NFL Europe, jetzt aber mit einem Sieg Rückstand auf die führenden Dragons aus Barcelona. Gastgeber Scottish Claymores indes verbesserte mit dem tadellosen Erfolg gegen Rhein Fire seine Chancen, das World Bowl Finale an selber Stelle nun doch noch zu erreichen. Es bleibt also spannend in der europäischen Football- Liga.
Mit den Claymores und Rhein Fire trafen die beste Offensive und die beste Defensive der Liga aufeinander, was eigentlich für ein umkämpftes und knappes Spiel sprach. Doch während die Claymores Offense ihrem Namen alle Ehre machte, war die Fire-Defense ein Schatten ihrer selbst.
Und zu allem Unglück war es schon nach kurzer Spielzeit die schottische Verteidigung, die mit einem Safety mit zwei Punkten in Führung ging. Fire-Quarterback Nick Rolovich wurde in der eigenen Endzone gestoppt.
Nur wenig später passte Claymores Quarterback Craig Nall, der eine ausgezeichnete Partie lieferte, auf John Minardi. Der vollendete aus 23 Yards zum Touchdown. Den Extra-Kick verwandelte Hard. Fire-Spezialist Todd France patzte hingegen mit einem 43 Yards Fieldgoal. Schottland hatte das Feuer auf seiner Seite entfacht und erhöhte im zweiten Viertel nach Touchdown von Peterson und Extra-Punkt von Hard die Halbzeitführung verdient auf 16:0.
Im dritten Quarter stellte Hard seine Kicker-Qualitäten erneut unter Beweis: mit einem 27 Yards Fieldgoal. Rhein Fire lag aussichtlos mit 0:19 hinten. Die Moral war gebrochen. Es stellte sich eigentlich nur noch die Frage nach der Höhe der Niederlage.
Die Gastgeber ließen auch im vierten Spielabschnitt keinen Zweifel an ihrer Offensivstärke aufkommen. Quarterback Nall passte auf Shepherd, der aus 29 Yards den dritten Touchdown für die Claymores erlief. Wiederum war es Hard, der sicher den Extra-Kick zwischen die Torstangen drosch: 26:0 für die "Schotten".
Doch damit nicht genug: Nach Pass von Staffard hatte Bright keine Mühe: Touchdown und Extrapunkt von Hard: 33:0. Der Jubel bei den Claymores kannte keine Grenzen mehr.
Auf der anderen Seite ein völlig deprimierter Pete Kuharchek. Eigentlich wollte der Headcoach die Basis für das World Bowl Finale "dramatisch verbessern". Jetzt wird er viel Arbeit leisten müssen, um sein Team gegen Berlin Thunder wieder flott zu machen.



Rhein Fire zwingt Admirals in die Knie
11.05.2003
Einen offenen Schlagabtausch lieferten sich die Amsterdam Admirals und Rhein Fire. Am Ende behielt das Team von Headcoach Pete Kuharchek mit 34:27 (21:21) die Oberhand und trotzte den Gastgebern erstmals seit 1999 einen Sieg in Amsterdam ab.
Dieser Erfolg war zwar ein Riesenschritt auf dem Weg ins World Bowl Finale der NFL Europe, aber mit Barcelona, Rhein Fire und Frankfurt stehen derzeit vier Teams mit vier Siegen zu Buche. Es bleibt also weiter spannend in der Liga.
Die Rhein Fire Footballer rehabilitierten sich mit dem Sieg in Amsterdam für das schwache Hinspiel zum Auftakt der Saison. Nachdem die Ausbeute der Touchdowns in den beiden letzten Spielen bescheiden war, forderte Trainer Kuharchek lange Drives mit abschließendem Touchdown.
Die Offensive hielt sich an Kuharcheks Weisung. Der erste Angriff dauerte fünf Minuten und endete mit einem Zwei-Yard Touchdown von Autry Denson. Den Extra-Punkt verwandelte Kicker Ingo Anderbrügge trotz verunglücktem Snap (Ballübergabe an den Kicker), und Fire führte 7:0.
Die Admirals konterten prompt. Adams macht den Touchdown und Diliberto stellte mit seinem Extra-Punkt den 7:7-Ausgleich her.
Der hatte nicht länger als 13 Sekunden bestand. Denn Fire-Receiver Kendall Newson trug den anschließenden Kick off über 94 Yards in die Endzone der Admirals zurück. Anderbrügge hatte diesmal weniger Mühe mit dem Extra-Punkt.
Aber auch die erneute Führung der Gäste überlebte das erste Viertel nicht. Ein gutes Laufspiel beendete Admirals Receiver Collins mit Touchdown. Kicker Diliberto war ebenso sicher wie Anderbrügge: 14:14.
Den guten Lauf nahmen die Gastgeber mit ins zweite Viertel. Und da auch noch die Fire-Defense patzte, erhöhten Reese und Diliberto auf 21:14.
Davon ließ sich Rhein Fire nicht schocken. Quarterback Chris Greisen bediente Kendall Newson mit einem 36 Yards Pass zum Touchdown. Extra-Punkt Anderbrügge. Die brisante Partie war mit 21:21 wieder offen, und die Fire-Defense setzte sich in Szene als Abdual Howard ein Field Goal blockte. Auf der anderen Seite war Anderbrügge indes aus 26 Yards erfolgreich: 24:21.
Den nächsten Fire-Touchdown durch Frank Moreau bereitete Quarterback Nick Rolovich vor. Extra-Punkt durch Ingo Anderbrügge, der im letzten Viertel mit einem Fieldgoal auf 34:21 erhöhte.
Damit nicht genug: Amsterdam schaffte noch einen Touchdown. Danach erwies sich die Fire-Defense jedoch als Betonmauer.



Rhein Fire will sich für bittere Auftakt-Schlappe revanchieren
09.05.2003
Die Fans von Rhein Fire dürfen sich auf eine "super spannende Rückrunde" freuen! Prophezeit zumindest Coach Pete Kuharchek, der mit seinen Footballern heute bei den Amsterdam Admirals den Grundstein zur Verwirklichung des World-Bowl-Traumschlosses legen will.
In der Amsterdam Arena gilt es nicht nur, sich vom nur einen Punkt zurückliegenden Konkurrenten abzusetzen - Rhein Fire will sich auch für die denkwürdige weil bittere 15:17-Schlappe aus dem ersten Heimspiel in der Arena Auf Schalke revanchieren. "Wir müssen bei den Admirals gewinnen", fordert Kuharchek.
Dafür müsse man zuerst die Offensive der Niederländer bremsen: "Manchmal stehen da fünf Wide Receiver, dann wiederum nur ein Ballfänger mit zwei Tight Ends. Es ist schwer, sich auf solch einen Varianten-Reichtum einzustellen", so der Coach, der aber auch um die Stärke der Amsterdamer Defense weiß, die die meisten Sacks in der NFL Europe verbuchen kann.
"Ich erwarte, dass unsere Offense besser spielt als in der zweiten Halbzeit gegen Frankfurt", sagt Pete Kuharchek, dessen persönliche Bilanz bei den Admirals sich wenig erfreulich liest: In acht Spielen hat sein Team dort erst einmal (1999) siegen können. "Zweimal haben wir nur ganz knapp verloren, in diesem Jahr wollen wir da gewinnen", heißt seine Marschroute.
Neben Center Luke Butkus (Haarriss im Schienbein) muss Rhein Fire weiter auf Courtney Ledyard verzichten, dessen lädierte Schulter noch immer Probleme macht. "Er ist der athletischste Linebacker, den ich je trainiert habe", sagt Kuharchek wehmütig, baut aber auf die Neuzugänge Todd Elstron und Ryan Prince: "Beide haben fantastisch trainiert, beide werden spielen." hk



NFL Europe-Finale ist keine Utopie
05.05.2003
Zum Abschluss der Hinrunde hat sich Rhein Fire mit drei Siegen auf den zweiten Platz der National Football League Europe vorgearbeitet und nun durchaus gute Chancen, das World Bowl Finale zu erreichen.
In der Rückrunde muss Rhein Fire allerdings den Nachteil von nur zwei Heimspielen in Kauf nehmen, während das Team von Headcoach Pete Kuharchek in Amsterdam, in Glasgow und in Frankfurt antreten muss. Berlin und Barcelona sind die Gäste in der Arena Auf Schalke.
Trainer Kuharchek betrachtet die beiden nächsten Partien in Amsterdam und Schottland als Schlüsselspiele. "Es sind zwei Auswärtsspiele, und deshalb wird es besonders schwer. Wenn wir die aber gewinnen, und das traue ich meinem Team durchaus zu, haben wir sehr gute Chancen." Die Statistik spricht indes gegen Rhein Fire: seit 1999 wurde in Amsterdam und seit ´98 in Schottland nicht mehr gewonnen. Doch das steht nur auf dem Papier.
Wer sich am Ende im World Bowl Finale am 14.Juni im Hampden Park in Glasgow gegenüber stehen wird, darüber mag heute ohnehin noch niemand eine Prognose abgeben. Nach der Hinrunde ist die Liga recht ausgeglichen - abgesehen von Berlin Thunder. Und das macht sie natürlich auch äußerst spannend.
Die Stärken bei Rhein Fire liegen eindeutig in der Defensive und in zwei ausgezeichneten Quarterbacks mit Chris Greisen und Nick Rolovich. Hinzu kommt mit Autry Denson der stärkste Running Back der Liga. Diese Pluspunkte unterstreicht Pete Kuharchek: "Die Defensive lässt kaum Punkte zu. Die Offensive hat bisher auch ordentlich gearbeitet." Gleichwohl sieht der Coach auch in beiden Abteilungen noch Verbesserungsmöglichkeiten: "Die Defensive muss noch mehr Ballgewinne erzielen, und die Offensive noch ein paar Punkte mehr machen."
Die beiden Quarterbacks Greisen und Rolovich teilen sich die Spielzeit bei Rhein Fire, und beide akzeptieren diese Entscheidung von Pete Kuharchek, die sicherlich so lange bestehen bleibt, wie beide Spielgestalter einen gleich guten Job liefern.
Und noch etwas Positives bleibt zur Saisonhalbzeit: Der Umzug von Düsseldorf in die Arena Auf Schalke war kein Fehler. Die Fans sind Rhein Fire treu geblieben und etliche neue sind hinzu gekommen. "Unsere Fans sind der zwölfte Mann auf dem Rasen", freute sich Pete Kuharchek nach dem tollen Spiel gegen Galaxy. Und die Atmosphäre soll ähnlich der einem NFL-Spiel in USA sein.
Von Sylvia Lukassen



Starke Defense rettet Rhein Fire den Sieg
04.05.2003
Frankfurt Galaxy kann Rhein Fire nicht besiegen. 14:7 behielt das Fire-Team einmal mehr die Oberhand. Ein wichtiger Sieg für die Mannschaft von Headcoach Pete Kuharchek auf dem Weg ins World Bowl Finale, aber auch ein Sieg "as usual" - ein üblicher gegen den Rivalen der NFL Europe.
Die neue Festung von Rhein Fire, die Arena Auf Schalke, blieb für Galaxy uneinnehmbar. Da konnte Frankfurts Headcoach Doug Graber nur konstatieren: "Diese Arena ist ein super Stadion, ein showcase (Aushängeschild) für die NFL Europe." Die erneute Niederlage seines Teams fasste der Trainer kurz und bündig zusammen: "Wir haben drei Feldtore verschossen, Rhein hat zwei gemacht. Unsere Offensive war in der red zone zu schwach. Das war der Unterschied." Und natürlich gratulierte Graber seinem Kollegen Pete Kuharchek zum Erfolg - sportlich fair.
Den Erfolg hatte sich das Rhein Fire Team hoch verdient und erkämpft. Kuharchek hatte die Mannschaft aus dem Tief nach der Niederlage in Barcelona herausgeholt, mental bestens auf das Deutschland-Derby eingestellt. Der Trainer wusste um die Defensivstärke der Gäste und hat seinen Angriff effektiv darauf vorbereitet.
Für die Glanzlichter vor 42 324 Zuschauern sorgten Quarterback Chris Greisen, Wide Receiver Charlie Adams und Kicker Todd France.
Nachdem Ingo Anderbrügge Rhein Fire schon in der vierten Minute mit einem field goal aus 27 Yards 3:0 in Führung gebracht und Galaxy gegen Ende des Viertels den Spieß auf 7:3 nach Touchdown von Jonas Lewis und Extra-Punkt von Ralf Kleinmann umgedreht hatte, schloss Spielmacher Greisen das Tor zum Erfolg auf.
Ein toller Pass von ihm auf Charlie Adams versetzte den Wide Receiver in die Lage zum Touchdown. Und Ingo Anderbrügge hatte einmal mehr keine Mühe, das Ei zum Extrapunkt zwischen die Torstangen zu dreschen. Noch einen Hauch besser kickte dann aber Todd France: 53 Yards waren für den "specialist" offenbar keine Entfernung. 14:7 hieß es für Rhein Fire - das sollte der Sieg sein.
Denn Galaxy vergab seine Feldtorchancen. Jon Hilbert verpasste aus 47 Yards, Ralf Kleinmann aus 28, und dann blockte Fire-man Jesse Warren noch einen zweiten Kleinmann-Versuch aus 32 Yards.
Mit seiner Defense konnte Trainer Pete Kuharchek äußerst zufrieden sein. Sie ist die beste der Liga. Besonders in der red zone, dem Bereich zwischen der 20 Yard- und Goal-Line, vereitelte die Abwehr so mache Galaxy-Chance. "In der ersten Halbzeit haben wir auch in der Offensive sehr gut gespielt, in der zweiten waren wir im Angriff nicht mehr so produktiv. Großen Anteil am Erfolg hatten die Spezialisten", resümierte ein glücklicher Headcoach. Und Quarterback Chris Greisen ergänzte: "In der zweiten Hälfte hat die Defense, die stark unter Druck stand, den Sieg gerettet."
Von Sylvia Lukassen



Meilenstein auf dem Weg in den World Bowl
02.05.2003
Rhein Fire gegen Frankfurt Galaxy - dieses Spiel in der NFL Europe steht seit Jahren unter einem besonderen Stern. "Es gibt keine größere Rivalität in der Liga als zwischen Fire und Galaxy", sagt Fire-Headcoach Pete Kuharchek.
Und der stets gut aufgelegte Trainer aus dem Sunshine State Florida erwartet heute Abend in der Arena Auf Schalke ein sehr körperbetontes und mit Emotionen geladenes Spiel - "viel mehr als in den Jahren zuvor". "Das Spiel bedeutet eine Menge für uns und unsere Fans. Es ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg ins World Bowl Finale", unterstreicht der Coach die immense Erforderlichkeit eines Erfolges.
Galaxy führt die NFL-Tabelle mit drei Siegen an. Rhein Fire steht mit zwei gewonnen Spielen zu Buche. Ihre beiden letzten Spiele verloren die Kontrahenten. Die Statistik spricht für Rhein Fire: Im Mai 1999 gewann Galaxy zuletzt. Pete Kuharchek mahnt dennoch Vorsicht an und warnt vor den Frankfurter Stärken in der Defensive.
Diese wird ihr besonderes Augenmerk auf den zurzeit besten Running Back der Liga, den Fire-man Autry Denson (456 Yards) richten, um ihn möglichst unter Kontrolle zu bekommen. Sonst aber hat Galaxy Headcoach Doug Graber keine besonderen Maßnahmen im Training ergriffen. "Wir haben uns so vorbereitet wie in jeder anderen Woche auch", gibt sich Graber zumindest äußerlich gelassen.
Etwas angespannter scheint Pete Kuharchek vor dem Deutschland-Derby: "Wir waren nach dem Spiel in Barcelona ziemlich niedergeschlagen. Aber seit Mittwoch haben wir uns mit voller Konzentration auf heute vorbereitet. Galaxy wird der schwierigste Gegner, den wir bisher hatten."
Von Sylvia Lukassen

Rhein Fire-Offensive geht in Barcelona baden
27.04.2003
Zum Schlag ins Wasser wurde Rhein Fires Unterfangen, bei den Barcelona Dragons den zweiten Auswärtssieg einzufahren. Mit 3:11 gingen die Footballer am Samstagabend baden.
Dabei hatte alles so schön angefangen. Schon im ersten Drive erkämpfte sich das Team von Pete Kuharchek 64 Yards Raumgewinn. Todd France kickte das Ei aus 43 Yards durchs Torgestänge und brachte Rhein Fire mit 3:0 in Front.
Damit hatte die Ruhrpott-Delegation ihr Pulver aber auch verschossen. Die restlichen 47 Spielminuten waren die Spanier für die Punkte zuständig, wobei auch sie kein Feuerwerk abbrannten. Im folgenden Kickoff Return ergatterten die Dragons gleich 43 Yards. Im elften Spielzug suchte und fand Quarterback Seth Burford in Sean Morey aus vier Yards einen dankbaren Abnehmer. Der Wide Receiver machte den ersten und einzigen Touchdown; ein Fieldgoal später stand es 7:3 für die Hausherren, was sich als unheinholbarer Vorsprung entpuppen sollte.
Im zweiten Quarter rückte Rhein Fire bis auf fünf Yards an die Endzone heran. Einen verunglückten Pass von Quarterback Chris Greisen begrub jedoch Jason Waters unter sich. Im dritten Viertel war es Fires Quarterback Nr. 2, Nick Rolovich, der mit einem abgefälschten Pass Barcelonas Offensivreihe zurück auf den Rasen bat. Diese bedankte sich artig, pflügte sich Yard um Yard vorwärts und sorgte mit Jason Witczaks Field Goal aus 50 Yards für den Vier-Punkte-Schlussknall.
Obwohl Pete Kuharchek die Defensivstärke der Dragons angemahnt hatte, enttäuschte Rhein Fire nach den 34 Offensivpunkten der Vorwoche auf ganzer Linie. Das einzige Glanzlicht blieb einmal mehr Autry Denson vorbehalten. Der Running Back legte sein drittes 100-Yards-Spiel in Serie hin und stellte einen vier Jahre alten NFL Europe-Rekord von Barcelonas Lawrence Philips ein.
Kommenden Samstag will Erzrivale Frankfurt Galaxy in der Arena Auf Schalke für Feuer unterm Dach sorgen. Kleiner Trost: Auch die Hessen verpatzten ihre Generalprobe mit 16:20 bei den Amsterdam Admirals. hk

Pete Kuharchek sah bei Rhein Fire auch Schatten
22.04.2003
Im Auftürmen neuer Superlative übertrafen die Rhein Fire-Verantwortlichen sogar ihren 34:17- Sieg gegen die Scottish Claymores. Bei aller Euphorie wäre Coach Pete Kuharchek wohl ein schlechter Übungsleiter, wenn er im königsblauen Tempel alles durch die rosarote Brille gesehen hätte.
"Bei den Kick-Offs und Punt Returns haben wir einfach einen schlechten Job gemacht, und für die Verwirrung bei den Wechselfehlern im letzten Quarter gibt es keine Entschuldigung", moserte Kuharchek in der Nachbetrachtung. Auch, dass es oft, ja zu oft gelbe Flaggen geregnet hatte, verhagelte ihm die Petersilie: "Da haben wir dumme Strafen kassiert. Damit können wir nicht leben, denn bei einem knappen Spielstand verlieren wir das Ding."
Denkzettel für den kommenden Samstag. Dann geht es zu den Barcelona Dragons, die am Wochenende beim 35:17 gegen Amsterdam eine ähnlich gute Leistung wie Rhein Fire abgeliefert haben. Womit der Headcoach auch bei den positiven Aspekten angekommen wäre, denn das Betongemisch seiner Defensiv-Reihe wurde Ostersamstag nur noch von den Running Backs übertroffen.
Autry Denson und Frank Moreau setzten eine schöne Rhein Fire-Tradition fort: Die erfolgreiche Kombination aus einem schnellen und wendigen Spieler (Denson) und einem schnellen "Brocken" in Moreau-Form. "Dazu kommt Wide Receiver Charlie Adams, der gegen die Claymores ein paar gute Catches gemacht hat", lobt Pete Kuharchek.
Nur gut zu rennen, reiche im Football eben nicht aus: "Du musst auch werfen und fangen können", so des Coaches Bewerbung für eine Phrasenschwein-Fütterung. Sein Fazit: "Durch diese Flexibilität sind wir schwerer auszurechnen." Schöne Grüße nach Barcelona!
Von Heiko Kruska

Rhein Fire brennt auf Sieg vor den eigenen Fans
18.04.2003
"Der Sieg gegen Berlin war ungemein wichtig, besonders für mich. Denn es lässt sich immer besser arbeiten, wenn man Erfolg hat", sagt Rhein Fire Headcoach Pete Kuharchek und sieht optimistisch dem Heimspiel in der NFL Europe heute gegen Scottish Claymores entgegen.
Auf die Frage, wie die Chancen für einen Sieg stehen, antwortet der Trainer wie gewohnt gut gelaunt: "Wir haben eine absolute Siegchance, und ich will sowieso jedes Spiel gewinnen." Doch einfach wird es für Rhein Fire sicherlich nicht, auch wenn die American Footballer sich in Berlin zweifelsohne gesteigert haben, gibt Kucharchek zu: "Thunder hat schon einige Fehler gemacht, die uns beim Erfolg geholfen haben."
Doch auch wenn die "Schotten" haushoch gegen Berlin gewonnen haben, sieht Pete Kuharchek sich heute in der Arena nicht in der Außenseiterrolle. Die Gäste seien zwar ein sehr starkes Team und in äußerst guter körperlicher Verfassung, aber keinesfalls unschlagbar. Sie spielen in der Offensive mit der eher ungewöhnlichen Variante von zwei Runnings Backs. Und das ist das eigentliche Problem vom Rhein Fire Headcoach. "Darauf konnte sich unsere Defense noch nicht einstellen. Diese speziellen Spielzüge haben wir noch nicht häufig trainiert. Wie gut oder schlecht wir dagegenhalten, wird das Spiel erheblich mitentscheiden", erklärt Kuharchek.
Sonst aber bleibt der Trainer recht gelassen: Die beiden Quarterbacks Nick Rolovich und Chris Greisen haben sich in Berlin deutlich gesteigert. Das Team hat gute Entscheidungen getroffen und gut geworfen. Nur das Tackling, das ist immer noch nicht so, wie es sich der Trainer vorstellt. "Und wir haben viel zu viele Strafen in Berlin kassiert. Das darf in Zukunft nicht wieder vorkommen", kritisiert Pete Kuharchek. Insgesamt zwölf Penaltys und 115 Yards bekam Rhein Fire aufgebrummt.
Von Sylvia Lukassen

Schalke garantiert Fire 35 000 Tickets
08.04.2003
Die Erwartungshaltung der Verantwortlichen von Rhein Fire war hoch und erfüllte sich nicht. Trotzdem ist das American Footballteam mit der Resonanz beim ersten Spiel in der Arena Auf Schalke ganz zufrieden.
28 206 Zuschauer waren gekommen und hatten das erste Spiel der neuen NFL Europe Saison zwischen Rhein Fire und Amsterdam Admirals gesehen. An die 35 000 waren erwartet worden. Fire-Pressesprecher Markus Müller: "Wir haben mehr Karten verkauft als zu unserem ersten Heimspiel im vergangenen Jahr. Deshalb sind wir ganz zufrieden. Ich bin sicher, dass wir den Zuschauerschnitt von 35 000 aus der Vorsaison auch in dieser erreichen werden. Denn die Spiele gegen Berlin und Frankfurt stehen ja noch aus."
Im Hinblick auf das nächste Heimspiel am 19. April gegen Sccotish Claymores bleibt Müller vorsichtig, geht sogar von weniger Zuschauern aus als gegen die Admirals.
Was die Einnahmen betrifft, kann Rhein Fire der Ticketverkauf sogar egal sein. Denn Arena-Besitzer Schalke 04 garantiert Rhein Fire den Erlös von 35 000 Karten pro Spiel, hat dafür aber die Ticket- und Cateringrechte. So erklärt es Müller.
Zwei Spieler mussten bei Rhein Fire bereits nach dem ersten NFL Europe Spiel die Segel streichen: Der deutsche Defensive Lineman Anthony Doghmi (Achillessehnenriss) und Linbacker Todd Delamielleure (Schulter) sind so schwer verletzt, dass sie die Saison beenden mussten.
Für den Linebacker kehrt Dane Krager zum Fire-Team zurück. Der Spieler der Seattle Seahawks verbrachte das Trainingslager in Tampa bei Fire, wurde dann an Berlin Thunder abgegeben und kehrt nun nach Rhein Fire zurück. Dane Krager wird am Sonntag dann gleich gegen Thunder in Berlin zum Einsatz kommen. lukas

Rhein Fire-Premiere in der Arena misslingt
06.04.2003
Rhein Fire Headcoach Pete Kuharchek hatte so eine Art Entschuldigung auf den Lippen: "Wir hätten unsere Fans gerne mit einem Sieg belohnt." Doch die Premiere in der Arena Auf Schalke ging daneben: 15:17 verlor Rhein Fire gegen die Amsterdam Admirals.
28 206 Zuschauer - das waren deutlich weniger als erhofft - wollten sich das Spektakel American Football nicht entgehen lassen, waren voller Erwartung zum Saisonauftakt der NFL Europe in den Schalker Fußball-Tempel gepilgert. Und wer dort schon mal die "königsblauen Flankengötter" angefeuert hat, wird überrascht gewesen sein ob der eher beschaulichen Ruhe auf den Rängen.
American Football, das ist eben nicht Fußball. Das ist anderer Sport, das sind andere Fans. Fire-Trainer Kuharchek nach dem Spiel: "Die Atmosphäre war so, wie ich sie erwartet habe. Unsere Fans waren laut, sehr laut." Zweifelsfrei: Die gellenden Pfeifkonzerte zwecks Verunsicherung der Admiral-Offensive tat in den Ohren weh. Aber sonst: kein Fahnenmeer, keine geballten Fäuste, kaum Fire-Fire-Rufe, nur einmal ein zaghafter Versuch der La-Ola-Welle.
Das Geschehen auf dem Rasen war nicht gerade spannungsgeladen. American Football ist gewöhnungsbedürftig, so ein wenig "Rasenschach". Das Spiel entwickelt keine eigene Dynamik.
Rhein Fire begann in der Defensive. Das sah zunächst gar nicht schlecht aus. Der erste Angriff der Admirals blieb erfolglos. Aber auch Rhein Fire gelang im Gegenzug weder ein Touchdown noch ein Feldtor. Erst kurz vor Schluss der ersten 15 Spielminuten erzielten die Gäste ein Feldtor. Die erhöhten ihren Vorsprung per Touchdown und verwandeltem Extra-Kick auf 10:0.
Und dann war es Ingo Anderbrügge, der Nationalkicker bei Rhein Fire, Ex-Fußballprofi des FC Schalke 04, der aus 23 Yards das Ei durch die gelben Torstangen drosch. Das war Anderbrügges guter Einstand. Die Ernüchterung folgte in Halbzeit zwei. Nach einem Touchdown von Moreau "versäbelte" Anderbrügge den Kick. Das missfiel Headcoach Pete Kuharchek gewaltig.
Das hätte der Ausgleich sein können. Stattdessen stand es 10:9 für die Admirals, die mit einem Feldtor aus 50 Yards durch O´Donnell auf 14:9 erhöhten. Mit einem Touchdown brachte Quarterback Chris Greisen Rhein Fire mit 15:14 in Front. Die Two-Point-Conversion misslang.
Die restliche Spielzeit von drei Minuten gehörte der Admiral Offensive, und die entschied die Partie vier Sekunden vor Schluss mit einem Feldtor von O´Donnell. Das war´s. Kein Feuerwerk mehr.
Pete Kuharchek war sichtlich sauer: "Unsere Defense war nicht durchgängig gut. Vor allem unser schwaches Tackling macht mir Sorgen. Aber die Fehler, die wir gemacht haben, lassen sich korrigieren. Insgesamt habe ich ein bessere Gefühl als im Vorjahr." Da hatte Rhein Fire auch den Auftakt gegen die Admirals verbaselt.
Von Sylvia Lukassen

Rhein Fire Party beginnt um 15.30 Uhr
03.04.2003
Bereits um 15.30 Uhr werden Samstag die Tore der Arena Auf Schalke geöffnet und die Fire-Party beginnt auf dem Parkplatz 1. Um 19 Uhr erfolgt der Kick Off in der Arena zum ersten NFL Europe Spiel der Saison 2003 zwischen Rhein Fire und Amsterdam Admirals. Die Gastgeber erwarten 35 000 Zuschauer. Knapp 10 000 Dauerkarten sind bereits verkauft. Die Tageskassen sind geöffnet.

Rhein Fire fiebert dem Kick Off entgegen
02.04.2003
Der Count Down zum ersten American Football Game in der Arena Auf Schalke läuft. Headcoach Pete Kuharchek und "sein" Rhein Fire Team sind bestens vorbereitet und voller Spannung.
"Ich freue mich sehr, endlich in der Arena spielen zu dürfen. Sie ist das modernste und beste Stadion, das ich je gesehen habe. Auch die Spieler sind ganz heiß darauf, dort einlaufen zu dürfen", zeigte sich Pete Kuharchek gestern bei der Pressekonferenz begeistert. Angetan war der Chef aber auch von der Trainingseinheit am Mittwoch auf dem Kunstrasenfeld am Parkstadion. "Das ist schon eine sehr optimale Vorbereitung". lobte der Trainer und ist überhaupt sehr angetan von den Spiel-, Trainings- und Meetingmöglichkeiten des "soccer-clubs" Schalke 04.
Wenn am Samstag um 19 Uhr der Kick Off zum ersten NFL Europe-Spiel der Saison 2003 zwischen Rhein Fire und Amsterdam Admirals erfolgt, wird das Arena-Dach geschlossen sein. "Dann wird es sehr, sehr laut. Lauter als beim Fußball", ist sich Kuharchek sicher, der sich im November ein Spiel des FC Schalke angeschaut hatte.
Seit fünf Wochen hat Pete Kuharchek das neue Rhein Fire Team jetzt unter seinen Fittichen und ist zufrieden mit der Vorbereitung: "Das Team ist sehr gut. Die Offensive wird besser sein als im Vorjahr. Bei der Defensive weiß ich es noch nicht so genau. Die Spieler passen charakterlich sehr gut zusammen - das ist wichtig."
Amsterdam Admirals, Barcelona Dragons, Scottish Claymores (Glasgow), Frankfurt Galaxy und Berlin Thunder sind die Gegner von Rhein Fire. Einen Favoriten mochte Headcoach Kuharchek noch nicht nennen: "Nach dem ersten Spieltag weiß ich mehr. Frankfurt und Scotland sind körperlich sehr gut drauf. Das Team, das sich als erstes als Mannschaft findet, wird auch am ehesten gewinnen können."
Ein Ziel haben sie jedenfalls alle: den World Bowl am 14. Juni in Glasgow erreichen.
Von Sylvia Lukassen

Rhein Fire bringt frischen Wind in alte Kampfbahn
31.03.2003
Langsam erwacht die Neugier auf American Football. Trotz morgendlicher Kühle hatten sich gestern etliche Schaulustige zum ersten Training von Rhein Fire in der Glückauf-Kampfbahn eingefunden.
Was sich da abspielte, war dem geschulten Fußballfan indes recht fremd. Gleichwohl aber interessant genug, um gute zwei Stunden auszuharren. Und die Tatsache, dass mit Ingo Anderbrügge auch ein Ex-Schalker zum Rhein Fire Team gehört, mag für den einen und anderen sicher auch Grund gewesen sein, den Montagmorgen in der alten Kampfbahn zu verbringen.
Fire-Pressesprecher Markus Müller war gar überrascht: "Ich hatte nicht erwartet, dass doch so viele Leute zum Training kommen."
48 Spieler, darunter 40 US-Profis, absolvierten unter den strengen Augen von Headcoach Pete Kuharchek und seinen acht Assistenten ihre erste Übungseinheit im neuen Umfeld. Mit dem Bus war das Team aus dem Quartier in Ratingen angereist. Am späten Nachmittag ging es zurück. Nach dem Training - und das wird immer so sein - wurde das Mittagessen im ehemaligen und jetzt umgebauten Tenniszentrum im Berger Feld eingenommen. Mangels ausreichender Dusch- und Umkleidemöglichkeiten in der Glückauf-Kampfbahn wird die Körperpflege auch dorthin verlegt.
Zurück zum Training. Jeder Assistenztrainer hat seinen Aufgabenbereich, ist zuständig für die Defense oder Offense, die Running Backs oder Defense Backs. Geübt wird also in kleinen Gruppen. Mit fortschreitender Zeit bildet sich das komplette Team. In der letzten Trainingsphase stehen sich jeweils elf Offensiv- und Defensivspieler gegenüber, probieren 16 bis 18 Spielzüge von rund 200 möglichen.
"Football besteht im Wesentlichen aus Standards. Jeder Spieler weiß ganz genau, was er zu tun hat", erklärte Markus Müller. Mit Videokameras wird jedes Training aufgezeichnet. Später analysieren Trainer und Team die Szenen. Kopien der Bänder werden an die 32 NFL-Teams in USA geschickt. Dort machen sich Besitzer und Trainer ein Bild von ihren Spielern, die sich in Europa auf die US-Saison vorbereiten.
In der Arena Auf Schalke wird Rhein Fire nicht trainieren. Ein Rasentest - so wie ihn die Fußballprofis mögen - brauchen die Footballer nicht. Markus Müller hatte die Erklärung gleich auf den Lippen: "Wir spielen mit dem Ball ja nicht auf dem Rasen, wir laufen mit ihm. Und die Spielzüge können die Spieler auch auf jedem Parkplatz."
Footballer scheinen doch weniger zart besaitet als Fußballer. Auch im Umgang mit der Öffentlichkeit gibt es kaum Berührungsängste. Selbst nach den Meisterschaftsspielen wird ein Besuch der Medienvertreter - Geschlecht spielt keine Rolle - in den Kabinen erlaubt sein.
von Sylvia Lukassen

Quarterback und Linebacker gestalten das Spiel
06.03.2003
American Football ist die Mannschaftssportart mit dem größten Personalaufgebot: 45 Spieler gehören zu einem Team, die klar als Offensiv- und Defensivspieler unterschieden werden. Auch das ist in keiner anderen Sportart so deutlich definiert.
Und: Die Angriffs- und Verteidigungsmannschaft stehen nie gemeinsam auf dem Feld. So gibt es auch verschiedene Trainer für die unterschiedlichen Mannschaftsteile. Rhein Fire beschäftigt neben Headcoach und Defensive Coordinator Pete Kuharchek sieben weitere Trainer, die für die speziellen Mannschaftsteile und deren Aufgaben verantwortlich sind.
Auch innerhalb der Offense und Defense sind die Spielerpositionen klar beschrieben - was jeder einzelne zu tun hat, wo jeder einzelne wann stehen muss. Wichtigster Mann auf dem Feld ist der Quarterback. Er bestimmt die Angriffsvariante, die natürlich zuvor mit dem Cheftrainer abgesprochen wird. Bei Rhein Fire sind die Quarterbacks Nick Rolovich von den Denver Broncos und Chris Greisen.
Auf dem Feld geht es hart zur Sache, wenn Angriff und Verteidigung aufeinanderprallen - das oftmals mit hohem Tempo. Also müssen sich die Spieler entsprechend schützen, um nicht schwere Verletzungen zu riskieren. Die wichtigsten Bestandteile der Ausrüstung sind Helm und Schulterschutz. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Plastik-Schützer.
Und nun die Spielerpositionen im Einzelnen.
Die Offense:
Quarterback:
Der Spielgestalter sagt den Angriffs-Spielzug an. Nachdem er den Ball vom Center bekommen hat, kann er das Ei an den Running Back weitergeben, einen Pass werfen oder selbst mit dem Ball laufen.
Running Back: Der Läufer ist darauf spezialisiert mit dem Ball zu laufen.
Center: Der zentrale Mann der Offensivlinie arrangiert die Blockaufgaben - entweder eine Schneise um den Running Back freiblocken oder einen Schutzwall um den passenden Quarterback aufbauen.
Guards: Die Posten links und rechts vom Center übernehmen Blockaufgaben.
Tackles: Sie stehen an den beiden Enden der Offensivlinie und müssen die anfällige Außenseite des Schutzwalls sichern.
Tight End: Er ist ein zusätzlicher Blocker oder ein Ballfänger im Rückraum des Gegners.
Wide Receiver: Der Passfänger soll besonders die tiefen Pässe aus der Luft fischen, nachdem er sich frei gelaufen hat.

Die Defense:
Tackles:
Sie machen die Mitte des Spielfeldes dicht, um den Ballträger zu stoppen oder beim gegnerischen Passversuch zum Quarterback durchzubrechen.
Defensiv End: Er sichert die Außenseite der Defensivlinie und ist besonders darauf spezialisiert den Quarterback zu jagen.
Linebacker: Er ist der Spielgestalter der Verteidigung und verhindert vor allem das Laufspiel.
Cornerback: Er steht dem Wide Receiver gegenüber und soll ihn auf allen Passrouten decken.
Safety: Er hat die gleiche Aufgabe wie der Cornerback, muss es aber mit dem Tight End und dem Running Back aufnehmen.
Von Sylvia Lukassen


Rhein Fire freut sich über die Rückkehr von Derrick Ham
05.02.2003
Das Team der in der kommenden Saison in der Arena Auf Schalke spielenden Footballer von Rhein Fire komplettiert sich immer mehr.
Am Dienstag wurden, wie berichtet, allen Teams der NFL Europe League 20 US-Profis zugeteilt. Außerdem wurden von Rhein-Fire-Headcoach Pete Kuharchek weitere elf US-Spieler verpflichtet. Aber diese bilden bekanntlich längst nicht das gesamte Team, das am Ende 50 Spieler umfassen soll.
Jetzt versicherte sich Rhein Fire beim so genannten Free Agent Draft, der Börse derzeit vertragsloser Spieler, noch der Dienste 20 weiterer Footballer. Der bekannteste von ihnen ist für die Fans sicher Derrick Ham, der mit Rhein Fire im Jahr 2000 World Bowl Champion wurde. "Wir wollten Derrick unbedingt zurück holen", kommentiert Kuharchek die Verpflichtung: "Wir brauchten noch ganz nötig einen starken Defensive End. Ham kennt unser System, er ist die perfekte Besetzung für diesen Job." Außer ihm meldete Rhein Fire mit Greg Brown, Corey Callens und Jamel Smith noch drei weitere Rückkehrer. Und mit der Verpflichtung von Mike Watkins (University of Louisville) hat Rhein Fire nach Nick Rolovich und Chris Greisen jetzt einen dritten Quarterback im Team.
51 Spieler treffen sich nun ab 26. Februar zu einem vierwöchigen Trainingslager in Tampa (Florida). Dort wird dann die Spreu vom Weizen getrennt. 40 von ihnen werden endgültig für das Team ausgewählt. Ein amerikanischer Kicker und ein Punter sowie acht "Nationals", das sind nicht amerikanische Spieler, kommen noch hinzu. Und alle zusammen bilden dann das Rhein Fire Team für die Saison in der NFL Europe League.




RheinFire strebt Besucherrekord an
30.12.2002
Mit dem Veltins Biathlon World Team Challenge hat der FC Schalke 04 eindrucksvoll bewiesen, dass die Arena Auf Schalke bei weitem nicht nur für den Fußballsport tauglich ist. Die nächste Herausforderung wartet bereits mit der Sportart American Football.
Dass die Arena Auf Schalke auch bei der Austragung der us-amerikanischen Sportart Nummer eins problemlos bestehen wird, daran gibt es eigentlich keinen Zweifel.
Und beim ehemaligen Düsseldorfer Rhein Fire Team sind ohnehin alle Verantwortlichen voll davon überzeugt, mit der Wahl der Arena als neuer Spielstätte genau die richtige Entscheidung getroffen zu haben. So äußerte sich Rhein Fire Headcoach Pete Kuharchek bei seiner ersten Besichtigung der Arena begeistert: "Das ist das tollste Stadion, das ich je gesehen habe."
Dass der Schalke-Dome auch vom Publikum angenommen wird, beweisen nicht nur die ausverkauften Fußballspiele, sondern auch Konzerte und zuletzt der Biathlon-Wettbewerb. So ist es keinesfalls anmaßend, wenn das Management von Rhein Fire zuversichtlich hofft, einen Rekord beim Verkauf der Dauerkarten aufstellen zu können.
In den vergangenen drei Jahren steigerten die Ex-Düsseldorfer die verkaufte Zahl der Saisontickets von 8455 auf 10 693 im Jahr 2001 und 11 355 im Vorjahr. Für die Spielzeit 2003 soll diese Zahl getoppt werden.
Nach der Statistik von Rhein Fire, übrigens eine Betriebs-GmbH und kein Verein, waren im Vorjahr 62 Prozent der durchschnittlich 36 136 Zuschauer pro Heimspiel männlich. 48 Prozent der Zuschauer begründeten ihren Besuch mit dem Interesse am American Football und für 42 Prozent stand das Entertainment im Vordergrund.
Rhein Fire und die anderen fünf europäischen Footballteams sind Tocher der National Football League USA. So hat die NFL insgesamt 38 Mannschaften - 32 in USA und sechs in Europa. Und während die Saison im Mutterland Pause hat, wird in Europa gespielt. Jedes der 32 US-Teams stellt mindestens sechs Spieler für die "Farmteams" in Europa, von denen jedes einzelne aus 38 Amerikanern und sechs Nicht-Amerikanern besteht.
Die Mannschaften in Europa formieren sich alle zu jeder Saison komplett neu. So ist ein Umzug von einer Stadt in die andere auch eigentlich kein Problem.
Rund elf Wochen wird das Rhein Fire Team 2003 in Gelsenkirchen oder Umgebung Quartier beziehen. Mannschaftshotel und Trainingsort stehen noch nicht fest. Die Vorbereitung auf die kurze europäische Saison erfolgt in einem Trainingslager in den USA, wahrscheinlich Florida. Von dort reist das Team dann direkt an. lukas