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Rhein
Fire-Premiere in der Arena misslingt
06.04.2003
Rhein Fire Headcoach Pete Kuharchek hatte so eine Art Entschuldigung auf
den Lippen: "Wir hätten unsere Fans gerne mit einem Sieg belohnt." Doch
die Premiere in der Arena Auf Schalke ging daneben: 15:17 verlor Rhein Fire
gegen die Amsterdam Admirals.
28 206 Zuschauer - das waren deutlich weniger als erhofft - wollten sich
das Spektakel American Football nicht entgehen lassen, waren voller Erwartung
zum Saisonauftakt der NFL Europe in den Schalker Fußball-Tempel gepilgert.
Und wer dort schon mal die "königsblauen Flankengötter" angefeuert hat,
wird überrascht gewesen sein ob der eher beschaulichen Ruhe auf den Rängen.
American Football, das ist eben nicht Fußball. Das ist anderer Sport, das
sind andere Fans. Fire-Trainer Kuharchek nach dem Spiel: "Die Atmosphäre
war so, wie ich sie erwartet habe. Unsere Fans waren laut, sehr laut." Zweifelsfrei:
Die gellenden Pfeifkonzerte zwecks Verunsicherung der Admiral-Offensive
tat in den Ohren weh. Aber sonst: kein Fahnenmeer, keine geballten Fäuste,
kaum Fire-Fire-Rufe, nur einmal ein zaghafter Versuch der La-Ola-Welle.
Das Geschehen auf dem Rasen war nicht gerade spannungsgeladen. American
Football ist gewöhnungsbedürftig, so ein wenig "Rasenschach". Das Spiel
entwickelt keine eigene Dynamik.
Rhein Fire begann in der Defensive. Das sah zunächst gar nicht schlecht
aus. Der erste Angriff der Admirals blieb erfolglos. Aber auch Rhein Fire
gelang im Gegenzug weder ein Touchdown noch ein Feldtor. Erst kurz vor Schluss
der ersten 15 Spielminuten erzielten die Gäste ein Feldtor. Die erhöhten
ihren Vorsprung per Touchdown und verwandeltem Extra-Kick auf 10:0.
Und dann war es Ingo Anderbrügge, der Nationalkicker bei Rhein Fire, Ex-Fußballprofi
des FC Schalke 04, der aus 23 Yards das Ei durch die gelben Torstangen drosch.
Das war Anderbrügges guter Einstand. Die Ernüchterung folgte in Halbzeit
zwei. Nach einem Touchdown von Moreau "versäbelte" Anderbrügge den Kick.
Das missfiel Headcoach Pete Kuharchek gewaltig.
Das hätte der Ausgleich sein können. Stattdessen stand es 10:9 für die Admirals,
die mit einem Feldtor aus 50 Yards durch O´Donnell auf 14:9 erhöhten. Mit
einem Touchdown brachte Quarterback Chris Greisen Rhein Fire mit 15:14 in
Front. Die Two-Point-Conversion misslang.
Die restliche Spielzeit von drei Minuten gehörte der Admiral Offensive,
und die entschied die Partie vier Sekunden vor Schluss mit einem Feldtor
von O´Donnell. Das war´s. Kein Feuerwerk mehr.
Pete Kuharchek war sichtlich sauer: "Unsere Defense war nicht durchgängig
gut. Vor allem unser schwaches Tackling macht mir Sorgen. Aber die Fehler,
die wir gemacht haben, lassen sich korrigieren. Insgesamt habe ich ein bessere
Gefühl als im Vorjahr." Da hatte Rhein Fire auch den Auftakt gegen die Admirals
verbaselt.
Von Sylvia Lukassen |
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